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Grundstücksrecht / Erbrecht


| 02.11.2014 23:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von



Die einzige Tochter T des verstorbenen Erblassers und Grundstückseigentümers E beantragt und erhält als Alleinerbin einen Erbschein und wird anschließend in das Grundbuch als Eigentümerin eingetragen. T verkauft das Grundstück formwirksam an den Käufer K und lässt es ihm auf. K wird als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen. Einige Zeit später wird ein handschriftliches Testament des E gefunden, in dem dieser seine langjährige Freundin G als Alleinerbin einsetzt. G möchte nun als Eigentümerin in das Grundbuch eingetragen werden und verlangt von K die Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs.

Prüfen und begründen Sie, ob G gegen K einen Anspruch auf Zustimmung zur Grundbuchberichtigung hat.
03.11.2014 | 01:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Fragestellung möchte ich noch kurz voranstellen, dass es sich hier, wie Sie sicher wissen, um eine Plattform handelt, deren Gegenstand ausschließlich eine Online-Erstberatung ist. Die Anfertigung eines Rechtsgutachtens kann daher in keinem Fall Auftragsgegenstand sein.

Dies vorausgeschickt, möchte ich die von Ihnen gestellte Frage wie folgt beantworten:

Einen Anspruch gegen K auf Zustimmung zu einer Grundbuchberichtigung gemäß § 894 BGB hätte G u.a. nur dann, wenn das Grundbuch hinsichtlich der Eintragung des K nicht der wirklichen Rechtslage entspräche, also unrichtig wäre.

K ist jedoch aufgrund der Auflassung und Eintragung Eigentümer des Grundstückes geworden.

Daran ändert auch der nachträgliche Testamentsfund nichts, denn K hat das Eigentum an dem Grundstück gutgläubig erworben, § 892 BGB. Bei seiner Eintragung in das Grundbuch war T aufgrund des seinerzeit richtigen Erbscheines als Eigentümerin eingetragen, das Testament noch nicht bekannt.

Die Wirkung des gutgläubigen Erwerbs durch K besteht darin, dass er so gestellt wird, als entspräche seine Eintragung als Eigentümer des Grundstückes der wahren Rechtslage.

Welche Auswirkungen das später aufgefundene Testament nun hat, ist hierbei irrelevant. Der gutgläubige Erwerb des Grundstückes durch K hat Bestand, auch bei nachträglicher Änderung der Rechtslage hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse an dem Grundstück durch das Auffinden des Testaments, das die G zur Allleinerbin macht.

Aus den vorgenannten Gründen ergibt sich, dass durch den gutgläubigen Erwerb des K die G nicht mit Erfolg eine Grundbuchberichtigung gemäß § 894 BGB zu ihren Gunsten durchsetzen kann, da sie keinen Anspruch gegen K auf Zustimmung zu einer Grundbuchberichtigung hat.


Ich hoffe, Ihre Frage im Rahmen der von Ihnen gebuchten und hier vorzunehmenden Online-Erstberatung verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Dies gilt jedoch nicht für neue oder nun neu aufgetretene Fragen.

Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Frank Phileas Lemmer

Bewertung des Fragestellers 05.11.2014 | 00:15


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