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Grossmutter gestorben - 2 Enkel alleinige Erben - was ist zu beachten?


| 25.07.2017 16:10 |
Preis: 60,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Grossmutter ist Anfang des Jahres verstorben. Sie hat keine Kinder, nur zwei Enkel. Ich lebe im Ausland, mein Bruder hat sich um die Angelegenheiten meiner Grossmutter in den letzten 3 Jahren gekümmert. Es gibt kein Testament. Laut meinem Bruder gibt es nur noch wenig Vermögen.

Nun wurde ein Erbschein beantragt.

Meine Fragen:

a) gibt es Fristen, die ich beachten muss bzw. Stellen bei denen ich mich melden muss?

b) habe ich ein Einsichtsrecht in die Finanzsituation meiner Grossmutter über die letzten Jahre, damit ich kontrollieren kann ob hier Vermögen verschwunden ist?

c) wie sind die nächsten Schritte und was muss ich beachten ?

Vielen Dank vorab





25.07.2017 | 16:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:


1.
Fristen gibt es für Sie derzeit nicht zu beachten, nein. Wichtig ist immer die Frist für eine mögliche Erbschaftsausschlagung. Diese beträgt sechs Wochen ab dem Tod des Erblassers, bzw. ab dem Zeitpunkt, zu dem Sie von Ihrer Erbschaft erfahren haben.
Da diese Frist abgelaufen ist und Sie ohnehin keine Ausschlagung angestrebt hatten, gibt es für Sie derzeit nichts zu beachten. Sie bilden mit Ihrem Bruder zusammen eine ungeteilte Erbengemeinschaft. Dieser Zustand wird in vielen Fällen über Jahre hinweg aufrecht erhalten, was natürlich nicht erstrebenswert, durchaus aber möglich ist.


2.
Ja, ein solches Einsichtsrecht haben Sie. Die Pflicht, Auskunft über das bestehende Vermögen zu erteilen, trifft den Erben gegenüber anderen Erben und auch möglichen Pflichtteilsberechtigten oder Vermächtnisnehmern.
Da in Ihrem Fall lediglich Sie und Ihr Bruder an der Konstellation beteiligt sind, Ihr Bruder aber wesentlich näher an Ihrer Großmutter gelebt hat, trifft diese Pflicht ihn.
Er ist also in der Tat dazu verpflichtet, eine Auflistung über alle bestehenden Vermögenswerte zu erstellen und Ihnen auch über die Kontenbewegungen der letzten Jahre Auskunft zu geben, bzw. diese durch Papiere zu belegen.


3.
Nachdem das Erbscheinverfahren abgeschlossen wurde, haben Sie Gewissheit darüber, dass wirklich keine abweichenden Verfügungen erstellt wurden. Sobald Sie also dort mit Ihrem Bruder als gleichberechtigte Erben ausgewiesen worden sind, haben Sie gleiche Rechte und Pflichten.
Sie sollten sodann in Kontakt mit Ihrem Bruder treten, ihn um die Erstellung der genannten Auflistung bitten und anschließend eine hälftige Aufteilung vornehmen.
Erst wenn Sie damit scheitern, kommen gerichtliche Schritte in Betracht.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit einen ersten Überblick geben und stehe für eventuelle Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 25.07.2017 | 17:20


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