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Größeres teil bei eBay verkauft - käufer will nicht abnehmen


13.12.2004 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Sehr geehrte Herren Rechtsanwälte.

Ich habe vor kurzem ein größeres Teil bei eBay verkauft. Der Käufer will den Artikel nun nicht abnehmen und schickt einen ersazukäufer.

Wenn ich darauf eingehe, was riskiere ich dann? Welche nachteile bestehen für mich in rechtlicher und praktischer Hinsicht.

Währe der "Ersatzkäufer" dann auch an kaufpreis und regelungen der eBayauktion gebunden?

Bestehen dann noch meinerseits ansprüche an den eigendlichen käufer (gewinner der Auktion)? (In der auktion ist vereinbart dass Spassbieter mit einer einforderung von 25% des Auktionsbetrages rechnen müssen.)

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Sehr geehrter Ratsuchender,

am sichersten ist, wenn Sie mit dem "Ersatzkäufer" eine sog. Vertragsübernahme nach § 414 BGB vereinbaren. Dies ist eine einfache Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Ersatzmann, daß dieser mit allen Rechten und Pflichten in den (bestehenden!) Kaufvertrag mit dem eigentlichen Ersteigerer eintritt.

Alternativ können Sie mit ihm auch einfach einen ganz normalen Kaufvertrag schließen mit demselben Inhalt wie mit dem Ersteigerer.

Was die Forderungen gegen den Ersteigerer angeht haben Sie dann keine Ansprüche mehr. Die 25%-Regelung halte ich für rechtsunwirksam, da es sich um eine pauschalierte Schadensersatzregelung handelt. Eine solche muß vorher vereinbart werden, um Wirksamkeit zu erlangen. Jetzt können Sie nur noch eine konkrete Schadensberechnung vornehmen. Steigt jedoch der Ersatzmann in den Kauf zu den ursprünglichen Bedingungen ein, so ist Ihr Schaden gleich null.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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