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Großer Kredit


13.12.2009 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler



Mein Ehemann (seit 4 Jahren verheiratet) will sich von seinen Geschäftspartner trennen. Ich habe jetzt durch Zufall davon erfahren das er eine Ablösesumme von 80.000 Eur akzeptiert hat. Es ist noch nichts unterschrieben.
Meine Frage darf er ohne mein Eiverständnis eine so hohe Summe aufnehmen?
Was bedeutet das für mich, ich habe mal gelesen, dass diese Summe auch mein Zugewinn schmälern würde. Allerdings weiss ich nicht , ob ich schon zugewinn berechtigt bin.
IBin ich vom Gestzt her geschüzt , darf mein mann hinter meinen Rücken so handeln und bin ich mit haftbar?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ich gehe nach Ihren Angaben davon aus, dass Ihr Mann ein Darlehen aufnehmen will. Grundsätzlich bestimmt § 1365 I BGB das eine Ehegatte nur mit Einwilligung des anderen über sein Vermögen als Ganzes verfügen kann. Ansonsten wäre die spätere Zustimmung notwendig. Allerdings greift die Vorschrift nur ein, wenn es um eine Verfügung geht, etwa wenn ein Haus gekauft oder übertragen wird.

Dies hat der BGH bereits entschieden. Die Aufnahme eines Darlehens ist also keine Vermögensverfügung und damit braucht Ihr Mann keine Zustimmung von Ihnen.

Grundsätzlich würde natürlich die Aufnahme eines Kredits von 80.000 € eine Verbindlichkeit begründen die einen Zugewinnausgleichsanspruch, wenn er denn besteht, vermindern würde. Die Frage des Zugewinns würde sich natürlich nur stellen, wenn die Scheidung Ihrer Ehe bevorstehen würde. Wenn Sie noch mit Ihrem Mann zusammenleben, stellt sich die Frage des Zugewinns gar nicht.

Sie sind allerdings für Verbindlichkeiten Ihres Mannes nicht mit haftbar, es sei denn Sie unterschreiben den Darlehensvertrag mit und verpflichten sich so gegenüber der Bank mit. Wenn Sie dies nicht tun, bleiben es allein Verbindlichkeiten Ihres Mannes.

Rechtlich haben Sie also leider keine Möglichkeit die Kreditaufnahme zu verhindern.




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