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Google zahlt AdSense-Einnahmen nicht aus


| 11.03.2014 10:59 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: es geht um den Auszahlungsanspruch aus google adsense


Hallo,

ich betreibe eine Webseite mit .com-Domain, auf der ich englischsprachige Artikel zu Gesundheitsthemen veröffentliche. Aktuell sind etwa 30 hochqualitative Artikel online, die aus jeweils bis zu 2.500 Worten bestehen und von einer Ärztin (!) geschrieben sind.
Die Artikel sind also nicht kopiert oder umgeschrieben. Auch die Bilder auf der Seite sind ordnungsgemäß über einen Stockphoto-Dienst lizenziert.

Auf meiner Seite habe ich über Google AdSense Werbeanzeigen geschaltet, um sie zu monetarisieren.

Da ich noch zu wenig "natürlichen" Traffic über Suchmaschinen etc. habe habe ich über eine andere Webseite (Konkurrent von Google AdSense) Traffic eingekauft und die Besucher zu meiner Webseite geschickt. Dort haben dann etwa 2-3% der Besucher (eine sehr niedrige Zahl, im Vergleich zu anderen) der Webseite dann auf die AdSense-Werbeanzeigen geklickt, was pro Klick zwischen 0,50€ und 1.30€ eingebracht hat.

Über AdSense ist so im Februar ein mittlerer vierstelliger EUR-Betrag zusammengekommen, der in der 4. Märzwoche zur Auszahlung fällig gewesen wäre.

Google hat mir vor wenigen Tagen das AdSense-Konto gesperrt und weigert sich, die Zahlung vorzunehmen. Über die für solche Sperrungen vorgesehene Google-Kontaktseite habe ich alle Fragen zu meinem Traffic beantwortet und alles offengelegt. Die Antwort war trotzdem, dass das Konto nicht wieder eröffnet wird und die Einnahmen nicht ausgezahlt werden. Angeblich wären "ungültige Aktivitäten" in meinem AdSense-Konto festgestellt worden und man müsse die AdSense-Publisher schützen, indem solche Konten dann gesperrt werden.

Ich habe mich an ALLE Regeln gehalten, die AdSense vorgibt. Ich habe niemandem zum Klicken aufgefordert, die Anzeigen nicht missbräuchlich platziert, den eingehenden Traffic regelmäßig überprüft und gesehen, dass er in Ordnung schien etc..

Jetzt der Hammer: als ich die Seite gestartet habe (Anfang Februar), und als schon etwa die Hälfte (!) der Einnahmen generiert worden sind, habe ich Google eine E-Mail geschickt und darum gebeten, dass meine Seite überprüft wird, ob ich alles richtig mache und ob ich auch gegen keine Regeln verstoße. Die Antwort entspricht im Schulwesen einer "1+". Alles wäre in Ordnung, die Artikel wären hochqualitativ und auch ansonsten könne man keine Probleme mit der Seite feststellen. Ich wurde auch darauf hingewiesen, dass ich sogar noch mehr Anzeigen auf der Seite platzieren könne, was ich aber abgelehnt habe, um den Besucher nicht mit Werbung zu überfrachten.

Drei Wochen später, Anfang März, nachdem ich Geld in den eingekauften Traffic investiert habe, sperren die mein Konto dann aber doch. Und das obwohl ich seit über 10 Jahren AdSense-Kunde bin, nie negativ aufgefallen und komplett kooperativ bin.

--

Lohnt es sich hier, Google auf die Auszahlung der Einnahmen zu verklagen?
Noch einmal zu Erklärung: Google hat mir selbst auf meine Bitte zur Überprüfung bestätigt, dass mit der Seite alles in Ordnung ist. Ich habe also fleißig weiter investiert und 3 Wochen später sperren die das Konto doch. Mir ist die Auszahlung wichtig, nicht unbedingt das Konto selbst.

Vielen Dank!
11.03.2014 | 11:39

Antwort

von


197 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach Ihrer Darstellung ist für mich derzeit kein Grund erkennbar, warum Google die Auszahlung der Einnahmen verweigert. Als Grund werden bisher offensichtlich lediglich „ungültige Aktivitäten" angegeben. Es ist für mich derzeit nicht recht nachvollziehbar, welche Aktivitäten Google damit meint. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ihnen durch Google bescheinigt wurde, dass Ihre Seite einwandfrei ist und Sie gegen keinerlei Regeln verstoßen.

Bei der derzeitige Sach- und Rechtslage sehe ich daher gute Chancen, Google auf Auszahlung des Betrages mit Erfolg verklagen zu können. Ich empfehle Ihnen jedoch, zuvor Google noch einmal aufzufordern, Ihnen konkret darzulegen, welche „ungültigen Aktivitäten" gemeint sind, die zu einer Verweigerung der Auszahlung geführt haben. Weiterhin empfehle ich Ihnen, der Firma Google eine Frist zur Auszahlung des Betrages zu setzen, um Google so in Verzug zu setzen.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -


Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2014 | 11:43

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Sache habe ich an der Aufforderung zur Darlegung nicht verstanden: muss ich das über einen Anwalt machen, selber schriftlich per Post - oder geht das auch per E-Mail an die E-Mail Adresse über die ich bisher mit denen kommuniziert habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2014 | 11:58

Sehr geehrter Fragesteller,

die Aufforderung zur Darlegung können Sie noch selbst machen. Sie können dafür gerne die E-Mail-Adresse nehmen, über die Sie bisher mit Google kommuniziert haben. Die Einschaltung eines Anwalts halte ich hier noch nicht für erforderlich. Erst, wenn die Antwort von Google unbefriedigend ist und Ihnen die Auszahlung weiterhin verweigert wird, sollten Sie einen Anwalt hinzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 11.03.2014 | 12:01


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"Schnell und direkt zum Punkt gekommen. Was ich vermisst habe ist die Information, dass Sie sich mit der konkreten (oder ähnlichen) Thematik schon anwaltlich in einem Fall befasst hat. Das ändert aber nichts daran, dass meine Frage zufriedenstellend beantwortet wurde. Vielen Dank!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.03.2014
4,8/5.0

Schnell und direkt zum Punkt gekommen. Was ich vermisst habe ist die Information, dass Sie sich mit der konkreten (oder ähnlichen) Thematik schon anwaltlich in einem Fall befasst hat. Das ändert aber nichts daran, dass meine Frage zufriedenstellend beantwortet wurde. Vielen Dank!


ANTWORT VON

Norderstedt

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