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GmbH Angestellter arbeitet gar nicht in Firma ! Steuerstrafrechtlich bedenklich ?


03.11.2014 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle



Bei einer GmbH wird jemand eingestellt ( auf die Payroll genommen ) der aber gar keine Arbeitsleistung für die GmbH erbringt, noch dort arbeitet, noch dort regelmäßig bzw. unregelmäßig erscheint. Die anderen Mitarbeiter kennen Ihn also nicht.

Der eingestellte ist nicht verwand, verschwägert ( usw ) mit dem Gesellschafter oder dem Geschäftsführer oder mit einem der anderen angestellten der GmbH, also eine dritte Person.
Womit meinem Verständnis nach eine VGA oder ähnliches ausscheidet.

Inwiefern ist dieser Vorgang Steuerrechtlich bzw. insbesondere Steuerstrafrechtlich bedenklich ( Paragraph bzw. Referenzurteil ? )
Oder gibt es hier nichts gegen einzuwenden,

Liebe Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender,

die aufgeworfenen Fragen beantworte ich gern anhand Ihrer Darstellung des Sachverhaltes wie folgt.

Grundsätzlich kann ich hier keine strafrechtlich bzw. steuerstrafrechtlich relevanten Tatbestände in Ihrer Schilderung des Sachverhaltes ersehen.

Dass eine Gesellschaft einen Angestellten entlohnt, der nach Ihrer Auffassung keine Gegenleistung dafür erbringt, ist allenfalls eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen den Vertragspartnern.

Steuer-/Strafrechtlich relevant würde es werden, wenn die Bezüge des Angestellten (ohne Arbeitsleistung) nicht steuerrechtlich angemeldet und entsprechend vom Arbeitgeber nicht an das Betriebsstättenfinanzamt abgeführt würden (Steuerschuldner bleibt vornehmlich der Arbeitnehmer, zur Zahlung können jedoch beide von FA herangezogen werden) oder aber soweit die Arbeitsentgelte der Sozialversicherungspflicht unterliegen, diese nicht sozialversicherungspflichtig bei der zuständigen Krankenkasse anmeldet und abgeführt würden (§ 266a StGB).

Hier ein Artikel mit weiterführenden Informationen zu Arbeitgeberpflichten http://www.iww.de/pstr/archiv/sozialversicherungsbeitraege-vorenthaltung-von-arbeitnehmerbeitraegen-zur-sozialversicherung-strafbarkeit-nach-266a-stgb-f38400 .

Hinsichtlich der von Ihnen verwendeten Begrifflichkeiten „VGA oder ähnliches" bitte ich um nähere Erläuterung.


Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Ergänzung vom Anwalt 03.11.2014 | 17:14

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) ist im vorliegenden Fall nicht zu erkennen, soweit die o.g. rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Soweit der Angestellte ohne Arbeitsleistung Anteilseigner an der den Arbeitgeber tragenden Gesellschaft ist, könnte eine entsprechende vGA geprüft werden, soweit die dafür zu entrichtenden Kapitalertragssteuer und der Solidaritätszuschlag nicht erreicht würden.

vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/verdeckte-gewinnausschuettung.html

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen
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