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Gilt der Freibetrag für die Erbschaftssteuer je Erbfall.


| 20.03.2017 11:24 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.



Meine Mutter ist im gleichen Jahr unmittelbar vor meiner Großmutter gestorben. Ich bin jeweils Erbe. Gilt der Freibetrag bei der Erbschaftssteuer über 400.000 EUR für beide Erbfälle zusammen oder bleiben die Erbfälle getrennt und ich bekomme zweimal 400.000 EUR.

Nach welcher gesetzlichen Grundlage richtet sich das?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der Freibetrag gilt pro Erbfall, d.h. Sie können vorliegend einen Betrag i.H.v. 400.000 steuerfrei von Ihrer Mutter erben und 200.000 Euro steuerfrei von Ihrer Großmutter erben. Die Freibeträge sind dem § 16 ErbStG zu entnehmen.

Im Erbfall sind Sie unabhängig von der Höhe der Erbschaft und dem Freibetrag in jedem Fall gemäß Erbschaftssteuergesetz verpflichtet die Erbschaft gegenüber dem Finanzamt anzuzeigen. Sollten Sie anschließend vom Finanzamt aufgefordert werden eine Erbschaftsteuererklärung abzugeben und im diesem Zusammenhang weitere Fragen haben oder Beratung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

lexander Nadiraschwili, LL.M. (Sydney)
Rechtsanwalt

GEISMAR Rechtsanwälte
Marburger Straße 5
10789 Berlin

www.geismar-rechtsanwaelte.de

T +49 (0)30 219 628 80
F +49 (0)30 690 882 26

a.nadiraschwili@geismar-rechtsanwaelte.de



Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2017 | 12:52

Sehr geehrter Herr Nadiraschwili,

Nun es ist im § 16 ErbStG etwas kompliziert formuliert. Der Freibetrag über 200.000 € gilt Nach § 16 Abs. 1 Ziff. 3 für die Kinder der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2. - Also für Enkel.
Mit einer Ausnahme: Nach § 16 Abs. 1 Ziff. 2 des Erbschaftssteuergesetzes beträgt der Freibetrag der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in 400 000 Euro.

Kind des verstorbenen Kindes ist ja auch wieder der Enkel. Da meine Mutter vor meiner Großmutter gestorben ist wäre dies ja mein Fall. Demnach würde ich auch gegenüber meiner Großmutter einen Freibetrag über 400.000 € erhalten.
Sehen Sie das anders?

Bezüglich der Rechtsgrundlage für die getrennte Abwicklung schließe ich dies nur über § 14 Abs. 1 ErbStG lediglich aus dem Umkehrschluss weil sich diese Vorschrift nur auf mehrere anfallende Vermögensvorteile „von derselben Person" bezieht, wobei hier nichts über den Freibetrag ausgeführt wird.

Zitat: „Mehrere innerhalb von zehn Jahren von derselben Person anfallende Vermögensvorteile werden in der Weise zusammengerechnet, dass dem letzten Erwerb die früheren Erwerbe nach ihrem früheren Wert zugerechnet werden."

Ist dies die richtige Rechtsgrundlage für zwei Freibeträge in einem Jahr für Erbfälle von verschiedenen Personen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2017 | 13:16

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Sofern es sich bei der verstorbenen Großmutter um die Mutter Ihrer vorher verstorbenen Mutter handelte, beträgt der Freibetrag vorliegend auch für den Erbfall bzgl. der Großmutter 400.000 Euro gem. § 16 Abs. 1 Nr. ErbStG.

Die von Ihnen genannte Schlussfolgerung ist so zutreffend, der Freibetrag ist für jeden Erbfall gesondert zu ermitteln (vgl. auch § 1 und § 3 ErbStG).

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.03.2017 | 15:04


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"Meine Frage war nur beantwortet aber nicht wie verlangt rechtlich begründet worden. Die unverlangt abgegebene Aussage, dass der Freibetrag gegenüber der Großmutter nur 200.000 EUR statt 400.000 EUR beträgt war so nicht richtig. Sie hätte alternativ sein müssen. Bei der Großmutter mütterlicherseits 400.000 EUR und bei der Großmutter väterlicherseits 200.000 EUR.
Offensichtlich wurde aus dem Sachverhalt übersehen, dass die Mutter vor der Großmutter verstorben ist oder die Regelung war nicht bekannt, dass in solchen Fällen der Enkel wenn es sich beim Erblasser um die Mutter der eigenen vorverstorbenen Mutter handelt den selben Freibetrag wie Kinder erhält. Im Grunde genommen mußte ich in der Nachfrage die Antworten selber geben die dann so bestätigt wurden."
FRAGESTELLER 20.03.2017 3,2/5.0
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