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Gewinne aus einem Verkauf der Anteile an einer GmbH bei Ratenzahlung


08.09.2017 22:51 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Auf Ebene der Holdinggesellschaften sind Gewinne aus einem Verkauf der Anteile an einer GmbH zu 95% von der Steuer befreit. Wie sieht die Situation aus, wenn der Kaufpreis in Raten über mehrere Jahre gezahlt wird? Zählen diese Raten dann auch zum steuerbegünstigten Veräußerungsgewinn?
08.09.2017 | 23:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Art der Kaufpreiszahlung spielt grundsätzlich keine Rolle.
Maßgeblich für das Entstehen der Steuerpflicht ist allein der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der Anteile. In diesem Moment ensteht auch die Steuerpflicht - auf welche Art der Kaufpreis sodann der GmbH zufließt, spielt grundsätzlich keine Rolle.
Dies ergibt sich aus § 8b des KStG. Hiervon gibt es natürlich diverse Ausnahmeregelungen, die sich ebenfalls aus dieser Norm ergeben, beispielsweise soweit der Anteil in früheren Jahren steuerwirksam auf den niedrigeren Teilwert abgeschrieben und die Gewinnminderung nicht durch den Ansatz eines höheren Werts ausgeglichen worden ist. Im Detail muss jede Konstellation gründlich untersucht werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Alexander Busch

Nachfrage vom Fragesteller 09.09.2017 | 02:10

d.h. wenn ich Sie richtig verstehe, gilt dasselbe auch wenn die Höhe der Raten variabel sind, also z.B. an den Umsatz im jeweiligen Folgejahr gekoppelt sind? In diesem Fall gäbe es ja keinen "festen" Kaufpreis zum Zeitpunkt des Vertrags.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2017 | 08:55

Ja das ist richtig, bei einem solchen Modell drohen jedoch Schwierigkeiten in der Praxis, weil die Besteuerung bei noch nicht finalem Kaufpreis nicht abschließend ausgeurteilt/geklärt sind.
Einige Gerichte/Finanzämter nehmen in diesem Fall im Jahr der Übertragung den größten auf der Basis des Vertrages rechenbaren Kaufpreis an und legen diesen der Besteuerung zugrunde. Was zu erheblichen Belastungen führen kann.
Andere wiederum gehen von jährlichen Zuflüssen aus, die jeweils im Zuflussjahr zu versteuern sind, obwohl dies zwar dem Grundsatz aus meiner Antwort widerspricht, mir allerdings als die einzig angemessene Lösung erscheint.

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