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Gewährleistungsfalle


08.08.2004 21:35 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Hallo,

habe momentan etwas Ärger mit einem Kunden...
zur Vorgeschichte:
Am 14.07.2004 rief mich der Kunde A. an und meinte der Arbeitsspeicher seines PCs (Am 12.05.2003 gekauft) wäre defekt... er hätte einen Privatmann beauftragt dies nachzusehen und wollte nun von uns 100,- € um die Kosten des dritten zu decken. Diesem Geldwunsch ;) habe ich natürlich wiedersprochen, aber angeboten den defekten Speicher auszutauschen! (Hätte ich dies überhaupt machen müssen?) - bin also am gleichen Tag hingefahren und habe den Speicher getauscht! Weiterhin habe ich den Rechner geprüft und keine Fehler feststellen können. Jetzt, 2 Wochen später, hab ich den Typen schon wieder an der Strippe... unfreundlich wie immer, und er will das wir >sofort< vorbeikommen, sein PC würde immer runterfahren...

Da ich mittlerweile aber echt Genug von dem Kunden habe (Hat mir u.A. auch Straftaten angedroht), möchte ich mich nun weniger kulant zeigen.

Folgendes Schreiben habe ich mal aufgesetzt. Ist das in Ordnung so? Und was hat der Kunde für Möglichkeiten dagegen anzugehen... der ist nämlich sehr klagefreudig, er hat mir ja auch angedroht mich auf die 100 € zu verklagen die wir übernehmen hätten sollen...

Also nun das Schreiben

Sehr geehrter Herr A.,

wir beziehen uns auf Ihren Telefonanruf vom 06.08.2004.

Nach unseren freundlichen Gesprächen am 14.07.2004 und der Androhung Ihrerseits aktiv Rufschädigung in Form von Negativschlagzeilen in der lokalen Presse zu betreiben, möchten wir nun auf unsere gesetzlich verankerten Rechte als Verkäufer bestehen.

Sie haben nach neuem Gewährleistungsrecht (Ab 01.01.2002 in Kraft) nach Ablauf von Sechs Monaten ab Lieferdatum des Verkaufobjektes die Pflicht zu beweisen, dass der Mangel schon ab Lieferdatum vorhanden war. Diesen Beweiß müssen Sie in Form eines zertifizierten Gutachtens erbringen.

Da Sie Ihren PC am 21.05.2004 erhielten und das Gerät über 14 Monate problemlos funktionierte, gehen wir davon aus, das der Fehler entweder ein Software-Problem ist oder aber durch Bedienungsfehler bzw. unsachgemäße Behandlung verursacht wurde.

MfG,
....


Bei dem Kunden handelt es sich um ein Unternehmen! Garantieversprechungen wurden nicht gemacht, also hier greift einzig und allein das Gewährleistungsrecht zwischen Unternehmen (B2B)

Bin für jeden Tipp dankbar...
09.08.2004 | 09:12

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Frage teile ich Ihnen folgendes mit:

Ihr Vorgehen ist richtig. Den Beweis wird Ihr Kunde aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erbringen können. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass die Vorschrift über die Beweislastumkehr in den ersten sechs Monaten nach Gefahrübergang lediglich für den Verbrauchsgüterkauf gilt. Ein Geschäft zwischen zwei Unternehmen fällt nicht hierunter. Die Beweislast für einen anfänglich vorhandenen Mangel hat danach von beginn an bei Ihrem Kunden gelegen.
Sie sollten allerdings, soweit Sie dies noch nicht getan haben, deutlich machen, dass der Einbau des neuen Speichers auf Kulanz beruhte und Sie hierzu nicht verpflichtet waren.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen behilflich gewesen zu sein.

mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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