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Getriebegeräusche beim Neuwagen


16.10.2004 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



guten tag, ich habe vor acht wochen ein vorführwagen gekauft. nach kurzer zeit bemerkte ich geräusche aus dem getriebe. in der werkstatt erklärte man mir, das seien bauartbedingte geräusche, diese können nicht beseitigt werden. da die geräusche aus meiner sicht (ich fahre etwa 60tsdkm im jahr und bin autointerressiert, also kein wirklicher laie was technik in autos angeht) nicht "normal" sind, bin ich mir nicht sicher, wie ich weiter handeln soll. kann ich das fahrzeug wandeln? wieviel euro müsste ich für die nutzung der mehreren wochen des kfz bezahlen? wieviel versuche muss ich der werkstatt zugestehen, um den mangel/die geräusche zu beseitigen? muss ich einen sachverständigen einschalten? vielen dank im voraus für eine antwort.

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Guten Tag,

Sie haben nur dann Gewährleistungsansprüche, also möglicherweise eine Wandelung des Kaufvertrages, wenn ein Mangel vorliegt. Konkret heißt das, daß die tatsächliche Beschaffenheit des Fahrzeuges von der vereinbarten Beschaffenheit abweichen muß.

Voraussetzung hierfür ist, daß die Getriebegeräusche tatsächlich einen Mangel darstellen. Dies läßt sich anhand Ihrer Schilderung nicht abschließend beurteilen. Es hängt ab von der Ursache dieser Geräusche und auch von der Intensität -wie stark stört das Geräusch beim Fahren oder liegt etwa tatsächlich ein Fehler am Getriebe vor.

Unterstellt, ein Mangel liegt vor, müssen Sie Ihrem Verkäufer zunächst Gelegenheit geben, diesen Mangel zu beseitigen. Die Rechtsprechung geht hier in der Regel von zumindest zwei Mängelbeseitigungsversuchen aus, die Ihnen zumutbar sind. Etwas anderes gilt natürlich, wenn der Verkäufer die Mängelbeseitigung ernsthaft und endgültig verweigert. Dann wäre es bloßer Formalismus, wenn Sie Ihr Fahrzeug trotzdem noch einmal anbieten müßten.

Erst wenn eine Mängelbeseitigung fehlgeschlagen ist, können Sie den Kaufvertrag wandeln. Sie erhalten dann Ihren Kaufpreis zurück abzüglich einer Anrechnung der gefahrenen Kilometer. Die Rechtsprechung berechnet diesen sogenannten Nutzungsvorteil, indem sie den Bruttokaufpreis des Fahrzeuges multipliziert mit den gefahrenen Kilometern und dieses Ergebnis durch die zu erwartende Gesamtfahrleistung des Fahrzeuges dividert. Sie können überschlägig ca. 0,10 EUR je gefahrenen Kilometer bei einem durchschnittlichen Kfz kalkulieren, dann liegen Sie jedenfalls auf der sicheren Seite.

Um festzustellen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, werden Sie bei einer Weigerung der Werkstatt um die Einschaltung eines Sachverständigen nicht herumkommen. Hier kann es bereits sinnvoll sein, ein sogenanntes selbständiges Beweisverfahren bei Gericht einzuleiten. Das Gericht bestellt dann zu der streitigen Frage einen Sachverständigen, der das Fahrzeug begutachtet. Diese Lösung hat den Vorteil, das bei einem Streit ein gerichtliches Gutachten bereits vorliegt. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, hat es weiter den Vorteil, daß die Kosten des Sachverständigen durch die Rechtsschutzversicherung erstattet werden, was einer rein außergerichtlichen Begutachtung in der Regel nicht der Fall ist.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de
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