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Gesellschafter eine UG - Privatinsolvenz


| 25.12.2011 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt liegt vor,- ich und mein Mann sind Gesellschaft einer UG mit einer jeweiligen Einlage von 250,00 €. Ein Geschäfts führer wurde eingestellt. Dieser wird also wie ein Angestellter behandelt. Der Geschäftsführer hat keine Anteile in die UG gebracht.
Nun folgende Fragen:
Können die genannten Gesellschafter auch gleichzeitig Angestellte der UG werden ( mit Arbeitsvertrag und SV-Pflichtig)
Die zwei Gesellschafter planen, ihre Privatinsolvenz (jeder für seine Schulden / keine gemeinsamen Schulden) durchzuführen, hierzu die Fragen:
Können die jeweiligen Gesellschafteranteile gepfändet werden.
Wenn die Gesellschafter, gleichzeitig in der UG angestellt sind, wie sieht es dann weiter mit den Pfändungsgrenze bei den jeweiligen Gehältern aus. Werden diese zusammen gerechnet. Er 1.400,00 € sie 1.100,00 € jeweils Netto. Wird die gegenseitig Unterhaltsvepflichtung ebenfalls dabei berücksichtig.
Es soll für uns ein Neuanfang werden. Wir wollen
deshalb möglichst Fehler vermeiden.
Für Ihre Auskünfte bedanken wir uns im voraus.


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.)

Die Gesellschaftern können auch zeitgleich Angestellte der UG werden.

Dieses ist im Rahmen der Vertragsfreiheit möglich. Die Stellung als Gesellschafter steht dem Angestelltenverhältnis nicht entgegen.

2.)

Bei der Insolvenz wäre zwar eine Pfändung durch die Gläubiger nicht mehr möglich. Aber der Insolvenzverwalter wird diese Anteile zu beachten haben und sicherlich dieses mit in die Masse aufnehmen.

Es ist also nicht so, dass nach der Insolvenz die Gesellschafter noch über die Anteile verfügen können. Die Verfügungsbefugnis würde dann allein beim Insolvenzverwalter liegen.

3.)

Die Pfändungsfreigrenzen werden jeweils gesondert berechnet. Eine Zusammenrechnung kommt direkt nicht in Betracht. Aber trotzdem wird es indirekt beachtet:

Dabei werden auch auch die möglichen Unterhaltsverpflichtungen beachtet.

Wenn aber dann dir Unterhaltsberechtigte eigene Einkünfte hat, ist dieses natürlich zu beachten.

Es ist ja möglich, dass aufgrund des eigenen Einkünfte dann überhaupt keine Unterhaltspflicht mehr besteht.

Nach Ihren Schilderungen spricht dafür sehr viel. Dann aber wird der Betreffende auch nicht mehr als Unterhaltspflichtiger bei den Pfändungsfreigrenzen behandelt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 25.12.2011 | 17:30

Vielen Dank für Ihre Anworten auf unsere Fragen.
Leider haben wir die Zusammenhang der Pfändungsgrenzen aus Ihrer Schilderung nicht verstanden. Wird man als Eheleute die jeweils über ein eigenes Einkommen verfügen getrennt bei der Pändungstabelle mit 0 Unterhaltspflichtigen zu bewerten oder ist jeweils ein Unterhaltsberechtigter in der Berechnung anzusetzen.
Für eine etwas genauere Schilderung damit auch wir als Laie das verstehen können bedanken wir uns.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2011 | 17:49

Sehr geehrte Ratsuchenden,

sicher erkläre ich es nochmals gerne:

Die Pfändungsfreigrenzen wirden immer für jeder Schuldner getrennt beachten.

Wird beim Ehemann (Ehefrau) gepfändet und hat die Ehefrau (der Ehemann) eigenes Einkommen, so ist dann bei der Pfändungstabelle bei 0 Unterhaltspflichtigen einzustufen.

Denn der jeweilige Ehegatte ist aufgrund seines eigenen Einkommens nicht mehr gegenüber dem, bei dem gepfändet wird, unterhaltsberechtigt. Das eigene Einkommen führt also dazu, dass es keine(n) Unterhaltsberechtigten gibt.

Sie müssen also von 0 Unterhaltsberechtigten ausgehen, wenn Sie die Tabellen zur Pfändungsfreigrenze nutzen.

Ich hoffe, es ist so deutlicher geworden und wünsche Ihnen bei dem geplanten Neuanfang viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Bewertung des Fragestellers 25.12.2011 | 21:35


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