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Geringverdienergrenze


| 07.12.2014 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Einmalige Einnahmen, deren Gewährung mit hinreichender Sicherheit nicht mindestens einmal jährlich zu erwarten sind, sind bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts bei einem Minijob nicht zu berücksichtigen.


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

ich beschäftige eine Mitarbeiterin auf 450-Euro-Basis als Geringverdienerin.
Sie hat 2013 folgende Bezüge erhalten:

1/13 bis 5/13: monatlich 400 Euro
6/13 bis 11/13: monatlich 450 Euro

Im Dezember 2012 möchte ich ihr zusätzlich zum Gehalt von 450 Euro eine Zuwendung von 500 Euro einmalig zukommen lassen.

Sie würde also 2013 Gehaltsbezüge von 5150 Euro plus 500 Euro Zuwendung erhalten. Damit läge sie bei 5650 Euro jährlich, also etwas über der jährlich zulässigen Grenze von 5400 Euro.

Mein Gehaltsprogramm berechnet folgendes:

Gehalt: 450 Euro, Zuwendung 500 Euro, Steuern f. Mitarbeiterin: 0, Sozialabgaben für Mitarbeiterin: 37,05, Auszahlbetrag: 912,95.

Ist das zutreffend, oder gehört die Mitarbeiterin wegen Überschreitens der Geringverdienergrenze in die Gleitzone?

Vielen Dank für Ihren Rat.

07.12.2014 | 13:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne auf Grundlage der angegebenen Informationen im Rahmen einer Erstberatung verbindlich wie folgt beantworten möchte.

Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Entgelt auszugehen. Einmalige Einnahmen, deren Gewährung mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich zu erwarten sind, sind bei der Ermittlung des Arbeitsentgelts zu berücksichtigen. So bleiben z. B. Jubiläumszuwendungen bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts außer Betracht, weil es sich um nicht jährlich wiederkehrende Zuwendungen handelt.

Sie schildern, dass Sie Zuwendung nur ein einziges Mal erbringen werden. Deshalb wird die Zuwendung nicht auf die 450 Euro Grenze angerechnet. Die Mitarbeiterin gilt dann weiterhin als 450 Euro Kraft mit Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale (Minijobberin). Bitte beachten Sie aber, dass Sie die Pauschalabgaben auch von der Sonderzuwendung berechnen und abführen müssen.

Es gibt auch noch einige weitere legale Tricks, wie Sie Mitarbeitern legale Zuwendungen zukommen lassen können, ohne, dass die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird. Falls Sie dies interessiert können Sie gerne eine ausführlichere Beratung von meiner Kanzlei in Anspruch nehmen. Dies kann über eine Direktanfrage über diese Plattform oder über die in meinem Profil angegeben Kontaktdaten erfolgen.


Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer kostenlosen Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann auch unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc.

Bitte beachten Sie, dass die Ergänzung oder Änderung des Sachverhalts zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

René Piper
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 09.12.2014 | 00:53


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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrte Fragesteller,

haben Sie etwas niht verstanden oder ist Ihnen etwas unklar. Falls ja können Sie dies über die kostenlose Nachfragefunktion erfragen und ich kann dann meine Antwort ergänzen. Machen Sie gerne von diesem Recht Gebrauch. Aus Ihrer Bewertung geht hervor, dass Sie mit meinen Ausführungen nicht ganz so zufrieden waren.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 09.12.2014
4,2/5.0

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