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Genehmigung eines Firmenschildchens am privaten Briefkasten/Klingel durch Vermieter?


23.07.2007 18:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich betreibe in meiner Privatwohnung einen kleinen Internetshop, für den ich auch ein Gewerbe angemeldet habe. Konkret heißt das, ich sitze überwiegend am PC, ich habe keinen Kundenverkehr, kein Ladenlokal und nutze meine Wohnung m. E. in dem Sinne nicht gewerblich – nicht mal meinen Keller nutze ich als Lager o.ä. Ich organisiere mehr den Ablauf der Geschäfte.

Darüber hinaus ist mein Wohnsitz ebenfalls Adresse einer Ein-Mann-GmbH. Auch diese Firma ist ein reines „Papiergeschäft“ an meinem Schreibtisch.

Für beide Firmen habe ich an meinem Briefkasten und für die eine Firma außerdem an meiner Klingel ein kleines Schildchen angebracht, damit mich meine Firmenpost erreicht. Es handelt sich nicht um „richtige“ Firmenschilder ans Haus angeschraubt o.ä. – ich weiß, dass ich dafür die Zustimmung des Vermieters bräuchte.

Ich erhalte weder übermäßig Post (so toll läuft das alles leider wieder nicht!), noch kann ich schließlich Einfluss darauf nehmen, ob die Deutsche Post oder andere Anbieter wie TNT oder PIN die Briefe bringt. Je nach Gusto kaufe ich auch mal mehr oder weniger (privat) über Ebay ein, was logisch zur Folge hat, dass ich ab und zu Päckchen kriege.

Nun gibt es zwei im Haus wohnende missmutige Witwen, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als sich um Sachen zu scheren, die sie nichts angehen und sich gestört fühlen, wenn mal der ein oder andere Postbote klingelt. Da ich tagsüber nicht zu Hause bin, weil ich arbeiten gehe (die Firmen laufen z. Zt. nebenher und sind als Geschäftsidee aus der Arbeitslosigkeit heraus entstanden), klingeln die auch schon mal bei den anderen Hausbewohnern, eben auch bei diesen Witwen (die sich natürlich strikt weigern, mal ein Päckchen anzunehmen!).

Jetzt tratschen die untereinander, übelster Belästigung ausgesetzt zu sein von teilweise aggressiven Zustellern, die angeblich das ganze Haus zusammenklingeln und gegen die Haustür treten. Ich habe jedoch niemals, wenn ich denn mal bei einer Zustellung zu Hause war, einen unangenehmen Postboten erlebt.

Die „alten Krähen“ wollen sich jetzt sogar bei der Wohnungsbaugesellschaft beschweren, dass ich meine Schildchen abnehme und mir meine mühsam aufgebauten Geschäftchen verboten werden.

Das alles hat mir wiederum die einzig nette Nachbarin in unseren „Irren-Haus“ erzählt…

Frage:

Können die Alten wirklich ein Verbot beim Vermieter erwirken, dass ich meine Schildchen abnehme und meine Geschäftstätigkeiten dort einstelle?

Hätte ich überhaupt die Erlaubnis / jetzt Genehmigung des Vermieters gebraucht, um meine Geschäftsaktivitäten wie oben in meiner Privatwohnung zu betreiben und lediglich HINWEISschildCHEN anzubringen?

Könnte mein Vermieter jetzt behaupten, ich nutze meine Privatwohnung schließlich auch gewerblich und könnte daher die Miete entsprechend erhöhen?

Wie kann ich taktisch am Klügsten vorgehen?
Ich habe überlegt, selbst an die Wohnungsbaugesellschaft heranzutreten und denen den Sachverhalt in Ruhe zu erklären, BEVOR die Alten gegen mich Stimmung machen können (ich komme mit denen von der Vermietungsabteilung bisher zumindest ganz gut klar), damit meine Schildchen dran bleiben dürfen.

Mit den Alten zu sprechen, hat gar keinen Sinn, die grüßen mich schon gar nicht mehr… ich habe auch gar keine Lust mehr, die anzuschleimen und um Gnade zu winseln, dazu bin ich mittlerweile viel zu wütend. Die Stimmung ist echt vergiftet! Aber ausziehen will ich nicht, meine Wohnung ist sehr schön und trotzdem günstig genug, um sie in guten wie in schlechten Zeiten finanzieren zu können. Außerdem setze ich darauf, dass sich das Problem mit der Zeit von alleine löst – aber solche Giftspritzen haben ja häufig ein langes Leben… ;-)!

Besten Dank für wohlüberlegten Rat!
Sehr geehrte Rechtssuchende,
sie sollten vorerst in Ihren Mietvertrag schauen und prüfen, ob eine gewerbliche Tätigkeit in der Wohnung zulässig ist. Sollte dort kein Verbot enthalten sien, sind Sie auf der sicheren Seite. Ich rate Ihnen aber dennoch Kontakt mit dem Vermieter aufzunehmen und diesem die Situation ohne Umschweife zu erklären.
Die Mitbewohner fühlen sich wohl durch den oft erscheinen Postboten belästig. Sie haben aber ein Recht Ihre Post zu empfangen. Dieses gilt natürlich auch für Zustellungen.
Vielleicht ist es Ihnen möglich eine gut gesonnene Nachbarin mit der Entgegennahme der Post und Pakete zu beauftragen. Hier kann selbst ein Hinweis wie "Bitte klingeln bei...! weiterhelfen. Sie haben aber auch die Möglichkeit eine abweichende Lieferanschrift zu benennen. Vielleicht haben Sie Verwandte, die zumindestens die Post empfangen können. Diese könnten Sie dort abholen.

Sie können selbstverständlich einen besonderen Postkasten für den Empfang Ihrer Pakete etc. bei Ihrem Vermieter bestellen.
Diese würde die Zustellung vereinfachen.
Ich hoffe diese ersten Anhaltspunkte helfen Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
RA Balan Stockamnn & Partner

Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2007 | 19:09

Sehr geehrter Herr Anwalt!

Meine Fragen oben sind doch nun glasklar gestellt: warum werden sie von Ihnen nicht eine nach der anderen entsprechend abgearbeitet??

Wie Sie wissen, ist die gewerbliche Nutzung einer Privatwohnung meist in Mietverträgen ausgeschlossen oder (das wäre zu meinen Gunsten) gar nicht erwähnt. Danke für den Hinweis.

Dass ich Recht habe, Post zu empfangen, weiß ich.
Um weitschweifige Ideen, wie die Beauftragung einer gesonnenen Nachbarin oder von Verwandten, hatte ich nicht gebeten!

Ob ein extra Postkasten außen an der Hauswand bewilligt wird, wage ich zu bezweifeln, auch diese Idee ist der Lösung nicht zuträglich!

Ich bitte um konkrete Nachbearbeitung meiner konkret gestellten Fragen, besten Dank!

Mit freundlichen Grüßen.

Ergänzung vom Anwalt 24.07.2007 | 15:42

Sehr geehrte Rechtssuchende,
nach der Kontaktaufnahme von Ihnen darf ich davon ausgehen, dass die Fragen nunmehr beantwortet sind?
Mit freundlichen Grüßen
Steffen Rogge
Rechtsanwalt
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