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Gemeinsam Auto finanziert - jetzt die Trennung


19.06.2017 09:32 |
Preis: 25,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
Ich und mein Ex-Partner (nicht verheiratet) haben im Februar 2017 gemeinsam ein Auto finanziert. Verkaufswert war 16000€ mit Zinsen ca 17500€.
Wir haben einen gemeinsamen Sohn (geboren im Dezember 2016), ich setze im September meine Ausbildung auf Teilzeit fort. Mein Ex bezahlt die monatlichen Raten von rund 215€. Ich gab mein altes Auto als Anzahlung (Wert 1000€) und zusätzlich zahlte ich 1000€ noch dazu. Ich alleine kann mir die Raten allerdings nicht leisten, und nur ich kann das Auto fahren, da er keinen Führerschein hat.

Es kam vor kurzem zur Trennung. Jetzt meine Frage wie wir das mit dem Auto am besten regeln können. Ich brauche ein Auto um in die Arbeit zu kommen. Das finanzierte Auto behalten wird schwierig, denke ich. Da er versucht mich damit unter Druck zu setzen, weil er ja die Raten bezahlt.

Welche Möglichkeiten haben wir um uns diesbezüglich Außergerichtlich zu einigen und keine hohen Restschulden davontragen?

19.06.2017 | 10:20

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,


zwar bestehen nun auch zwischen nichtehelichen Lebenspartner Ausgleichsansprüche nach der Trennung, bei wesentlichen Beiträgen eines Partners von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung (BGH, Urt. v. 09.07.2008, Az.: XII ZR 179/05).

Aber hier sollte bedacht werden, dass Sie immerhin für die ersten drei Lebensjahre des gemeinsamen Kindes (wobei ich die Betreuung durch Sie unterstelle) Unterhaltsansprüche von Ihnen gegen den Kindesvater bestehen, die Sie mit Ihrem Verdienst auffangen.

Und ohne Auto eben keine Verdienstmöglichkeit für Sie, also dann höhere Unterhaltszahlungen des Kindesvaters an die Kindesmutter.


Das sollte einmal gegengerechnet werden - die Zahlung der Kreditraten könnte dem Kindesvater dann günstiger kommen.


Gibt es keine Einigung, muss der Wagen mit Verlust verkauft werden und Sie können dann die Unterhaltsansprüche geltend machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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