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Geheimhaltungspflicht des Kündigungsgrundes?


| 29.11.2004 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Expert(inn)en!

Meiner Freundin wurde in einem Kleinstunternehmen betriebsbedingt gekündigt. Sie ist dort der massgebliche Ansprechpartner (Rezeption/Telefon) für Kunden und Lieferanten und in der lokalen Branche bekannt und sehr gut angesehen.

Nun verlangt der Arbeitgeber, dass
1. sie das Ende Ihrer Beschäftigung den Geschäftspartnern gegnüber nicht vorab ankündigen darf.
2. sie die Natur ihrer Kündigung (= betriebsbedingt, s.o.)auch nachträglich verheimlichen soll (wegen der Reputation des AG)
3. als "offizielle Version" ihres Abschieds ein "besseres Angebot" einer anderen Firma verbreitet werden soll.
Frage: Was davon darf der AG wirklich verlangen?

4. Darf man Dritten gegenüber wahrheitsgemäss(!) erwähnen, dass man Gehälter vom AG nicht vollständig und zeitgerecht erhalten hat, oder gehört dies auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses zu den schutzwürdigen Interna des Unternehmens?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort!

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Sehr geehrter Anfragender,

der Arbeitgeber kann reglementieren, wie während der Arbeitszeit Gespräche geführt werden sollen. Was Ihre Bekannte hingegen in ihrer Freizeit macht, unterliegt nicht dem Direktionsrecht des Arbeitgebers.

Der Arbeitgeber kann auf keinen Fall verlangen, dass Ihre Bekannte über die Gründe ihres Abschieds lügt. Die offizielle Version muss Ihre Bekannte daher selbst während der Arbeitszeit nicht vertreten. Falls Sie also im Büro dazu befragt wird, wäre "Kein Kommentar" hilfreich.

Hinsichtlich der wahren Behauptung, Gehälter nicht vollständige und/oder zeitgerecht erhalten zu haben, ist es ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite darf die Mandantin immer die Wahrheit sagen. Auf der anderen Seite steht zu Lasten des Arbeitgeber eine Kreditgefährdung im Raum. Das Problem lässt sich am besten dadurch lösen, dass Ihre Bekannte die Umstände aus dem Arbeitsverhältnis nicht ungefragt jedem und auch sonst mehr-oder-weniger nur im Freundeskreis erzählt und die Geschichte auf keinen Fall im Lokalblatt veröffentlicht.

Ich hoffe, damit Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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