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Gebührenberechnung des Anwalts korrekt?


27.08.2009 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Guten Tag
für einen Vergleich Streitwert 85000€,für den der Anwalt 3 Schreiben verfasste (die ich ihm mehr oder weniger diktierte)verlangt er nun
1,3 Geschäftsgebühr 1660,10
1,5 Einigungsgebühr 1915,00
zzgl Mwst also 4278,76€
Das kann doch nicht sein.
Außerdem ist die 2.Zahlung 42500€ erst Ende des Jahres fällig.Falls die Gegenseite verstirbt ist die Zahlung hinfällig.
mfg
m.look
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ist in § 2 RVG geregelt.

Gemäß Abs.1 der Vorschrift werden die Gebühren, grundsätzlich nach dem Wert berechnet, den der Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit hat (Gegenstandswert).

Nach Ihren eigenen Angaben zufolge beträgt der Streitwert/Gegenstandswert 85.000 EUR.

Gemäß § 2 Abs.2 RVG bestimmt sich die Höhe der Vergütung nach dem Vergütungsverzeichnis der Anlage 1 zum RVG (=VV RVG).

Sie haben erklärt, dass mit der Gegenseite ein Vergleich aufgrund der Tätigkeit des Anwaltes geschlossen wurde.

Daher entstehen eine sogenannte Geschäftsgebühr und eine Vergleichsgebühr. Daneben fallen noch Auslagen und Umsatzsteuer an.

Bei einem Streitwert von 85.000 EUR ergeben sich daher für die außergerichtliche Tätigkeit inklusive Vergleich folgende Gebühren:

1,3 Geschäftsgebühr Nr.2300 VV RVG 1660,10 EUR
1,5 Einigungsgebühr Nr.1000 VV RVG 1915,50 EUR
Auslagenpauschale Nr. 7002 VV RVG 20,00 EUR
Zwischensumme 3595,60 EUR
19 % Umsatzsteuer Nr.7008 VV RV 683,16 EUR
Gesamt: 4278,76 EUR

Die Gebührenrechnung ist daher meines Erachtens korrekt.

Dass die Hälfte der Summe erst später ausgezahlt wird, ist für die Entstehung der Anwaltsgebühren unbeachtlich.


Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen und eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte.

Mit freundlichen Grüßen


Tanja Stiller
Rechtsanwältin




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