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Gebrauchtwagenkauf Probleme und Mangel


| 21.12.2015 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke



Hallo ich habe eine Frage zu einem Gebrauchtwagen Kauf. Das Problem was ich habe lautet wie folgt.

Ich habe privat ein Pkw gekauft. Der Verkäufer behauptet das der Wagen top in Ordnung ist und Kupplung sowie Bremsen etc kürzlich erneuert worden sind. Nach einer kurzen Überprüfung durch einen bekannten Mechaniker stellte sich heraus das Kupplung und Bremssystem nicht erneuert wurden, die Zylinderkopfdichtung kaputt, Wasser im öl ist und diverses kleinzeug. Zudem hat der Verkäufer 1200 verlangt, bei den Papieren ist die alte Rechnung die er damals bezahlt hat und dort standen nur 500. Ich fühle mich leicht betrogen und würde gern wissen was ich tun kann.
Ein Kaufvertrag besteht nicht.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn die Kaufsache mangelhaft ist, also nicht die vereinbarte Beschaffenheit (bereits durrchgeführte Erneuerung von Bremsen und Kupplung) aufweist, stehen Ihnen kaufrechtliche Gewährleistungsansprüche zu. Zunächst einmal sind diese auf Nacherfüllung beschränkt. Sie sollten den Verkäufer unter Fristsetzung auffordern, Bremsen und Kupplung zu erneuern. Kommt er dem nicht innerhalb einer angemessenen Frist nach, können Sie die weitergehenden Gewährleistungsansprüche geltend machen, also den Kaufpreis mindern, vom Vertrag zurücktreten und/oder Schadensersatz verlangen. Allerdings tragen Sie die Beweislast für das Vorliegen des Mangels bzw. für die getroffene Beschaffenheitsvereinbarung. Da kein schriftlicher Vertragsschluss erfolgt ist, könnten Sie diesen Beweis beispielsweise dann erbringen, wenn Zeugen existieren würden, die die mündlichen Absprachen mitbekommen haben.

Sollten Sie sich in erster Linie vom Vertrag lösen wollen, steht Ihnen das Recht zu, den Kaufvertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Auch bei diesem Vorgehen tragen Sie die Beweislast, müssten also darlegen und beweisen können, arglistig getäuscht worden zu sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 21.12.2015 | 14:03


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