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Gebrauchtwagen nach 4 Wochen Motorschaden


08.10.2004 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

Habe mir Mitte August einen Gebrauchtwagen für ca.1000 gekauft und nach 4 Wochen - Motorschaden. Haben dieses gleich dem Händler mitgeteilt und er hollte das Fahrzeug gleich am nächsten Tag ab und der bestädigte den Motorschaden. Er bot mir an einen gebrauchten Motor auf meine Kosten einzubauen - dieses lehnte ich ab. Da ich dringen ein Fahrzeug brauche wollte ich vom Kaufvertrag zurücktreten. Er wollte einen Nutzungsausgleich gezahlt haben. Heute war ich wieder beim Händler gewesen und wollte endlich eine Klärung. Bezugnehmend auf das zurücktreten vom Kaufvertrag (hätte Ihm auch eine Betrag für die Nutzung gezahlt)- er will mir noch 350 Euro zurückzahlen. Was kann ich tun und ist das eigendlich rechtens?

Danke im voraus


08.10.2004 | 15:54

Antwort

von


9 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

für die Frage, ob ihnen gegenüber dem Verkäufer Gewährleistungsrechte zu stehen, kommt es darauf an, ob der Motorschaden auf einem Mangel beruht, der bereits bei Übergabe des Wagens an Sie vorhanden war.

Dies kann nur ein Sachverständiger feststellen.

Kann der Sachverständige im Streitfall nicht feststellen, ob ein dem entsprechender ursprünglicher Mangel vorhanden war, so verliert derjenige den Rechtsstreit der die Beweislast für das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des Mangels trägt.

Ein Gebrauchtwagenhändler ist als Unternehmer tätig, sodass dieser gem. § 476 BGB die Beweislast trägt.

Daraus ergibt sich, dass relativ gute Prozessaussichten bestehen. Lediglich wenn der Sachverständige im Streitfall zu dem Ergebnis käme, dass der Motorschaden nicht auf einem ursprünglich vorhanden Mangel beruht, gingen der Streit zu ihren Lasten aus.

Sollten den Händler daher unter Fristsetzung auffordern, den Kaufpreis gegen Rückgabe des Wagens unter Berücksichtigung eines angemessene Betrages für die Nutzung zurückzuerstatten.

Kommt der Händler diesem Verlangen innerhalb der Frist nicht nach, zu kann aus oben genannten Gründen ein gerichtliches Vorgehen erwogen werden.

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Falk Brorsen
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2004 | 18:31

Hallo,

Danke für die schnelle Antwort. Habe alledings noch eine Nachfrage: Was ist ein angemessener Betrag für die Nutzung des Fahrzeuges? Habe für das Fahrzeug knapp 1000 Euro bezahlt und
wie schon erwähnt habe ich das Fahrzeug knapp einen Monat genutzt, das waren so ca. 2300- 2500 km.
Wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir diesbezüglich eine konkrete Antwort geben könnten.

Vielen Dank im voraus
Viele Grüße

ANTWORT VON

Braunschweig

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