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Gebrauchsspuren Ceran Kochfeld möblierte Mietwohung


18.12.2014 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben ca. 2 Jahre eine möblierte zwei Zimmer Wohnung gemietet, inkl. einer hochwertigen Einbauküche.

Gegen Ende der Mietzeit wollte die Vermieterin einen Übergabetermin vier Kalendertage VOR Ende der regulären Mietzeit vereinbaren, da Sie am letzten Kalendertag des Monats, einen Sonntag, keinen Termin vereinbaren konnte/ wollte.
Ausgezogen sind wir 1 Monat früher und haben zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Stadt gelebt, sodass wir 4 Tage vor Ende der Mietzeit (Ein Donnerstag) nicht Urlaub nehmen wollten/ konnten, um die Übergabe zu machen. Außerdem haben wir die Wohnung bis zum Ende des Monats bezahlt.

Man einigte sich darauf, dass Vermieterin an diesem Tag = 4 Kalendertage VOR Ende der Mietzeit in die Wohnung geht und zusammen mit der Nachbarin (eine bekannte von uns und der Vermieterin) die Zählerstände ablesen wird, was auch getan wurde.
Weitere Übergabe-/ Übernahmevereinbarungen (Protokoll oder ähnliches) wurden nicht vereinbart.
Nach Inaugenscheinnahme der Wohnung durch die Vermieterin (ohne uns wie vereinbart) stellte sie aus Ihrer Sicht „Schäden" am Ceran-Kochfeld der Einbauküche fest. Diese bestehen Ihrer Meinung nach aus nicht mehr entfernbaren Kochspuren. Offenbar hat sie auch ein „Probekochen" veranstaltet, denn sie äußerte sich dergestalt, dass das Kochfeld auch beim Kochen unangenehm riechen würde.
Bereits nach der ersten Inaugenscheinnahme kündigte die Vermieterin an, dass Sie das Kochfeld auf unsere Kosten austauschen lassen wollte. Auch in einem zweiten Gespräch äußerte sie sich derartig. Weiterhin kündigte sie an, dass die Kosten des Austausches inkl. Kochfeld selbst auf jeden Fall von der Kautionssumme abziehen zu wollen.
Unsere Frage:
Sollte es so weit kommen, und die Vermieterin die Kautionssumme entsprechend kürzen würde: Ist das Vorgehen rechtens? Bzw.: Ist es generell erlaubt, Abnutzungsspuren an einer vermieteten Sache, welche im Rahmen der gewöhnlichen Nutzung entstehen, überhaupt zusätzlich zu berechnen? Immerhin ist das Nutzungsentgelt im Mietpreis eingeschlossen. Sollte es rechtens sein, wie hoch darf ein solcher Betrag ausfallen ?

Vielen im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Normale Gebrauchsspuren und Abnutzungen der gemieteten Sache sind keine Schäden berechtigen daher den Vermieter nicht zu Schadensersatzansprüchen, die er von der Kaution einbehalten könnte.

Allerdings ist die Abgrenzung, ob es sich noch um normale Gebrauchsspuren handelt oder doch schon ein Schaden vorliegt, oftmals nicht ganz einfach. Hier kommt es immer auf den konkreten Einzelfall an. Insoweit kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen, wie die Spuren auf dem Ceranfeld letztlich zu bewerten sind. Wichtig ist aber, dass die Vermieterin grundsätzlich die Schäden nachweisen muss.

Wenn sich die Spuren auf dem Ceranfeld tatsächlich nicht mehr als reine Gebrauchsspuren sondern als Schaden herausstellen würden, müsste Ihnen die Vermieterin grundsätzlich erst einmal die Möglichkeit geben, den Schaden selbst zu beseitigen. Erst wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkämen, wäre Sie berechtigt, Schadensersatz in Form von Geld bzw. durch Einbehalten eines Teils der Kaution zu verlangen.

Wie viel von der Kaution im Falle einer berechtigten Schadensersatzforderung einbehalten kann, richtet sich danach, wie hoch die Reparaturkosten bzw. wie hoch die Kosten des Austauschs sind. Hierbei darf die Vermieterin allerdings nur den Zeitwert geltend machen und nicht die vollen Kosten für ein evtl. neues Ceranfeld.

Sie sollten daher zunächst klären, ob es sich wirklich um einen Schaden handelt. Dazu könnten Sie die Bekannte fragen, die bei der Wohnungsbesichtigung mit dabei war. Danach sollten Sie entscheiden, ob Sie den Schaden anerkennen und mit der Vermieterin eine Lösung finden oder ob Sie die Rückzahlung der vollen Kaution verlangen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin


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