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Gartenbau Handwerkerrechnung


| 01.12.2014 08:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



INFO: Ich habe einen Rechtsschutz und könnte sie dann darunter verbindlich beauftragen.
Sehr geehrte Portalmitglieder,

ich habe folgende Problematik:

Am 28.11.2014 erhielt ich eine 1. Mahnung und letzte Mahnung von einem Gartenbauer, welcher für uns Pflasterarbeiten in der Einfahrt im Januar 2011 getätigt hat.
Er beruft sich auf eine Rechnungsstellung, welche mir nicht vorliegt vom 10.12.2011.

Leider liegt mir die Rechnung nicht vor, da sich bei uns auf privater Seite verschiedene Veränderungen ergeben haben.

- Ich bin zwischenzeitlich vom Ehepartner geschieden.
- Unser damaliges gemeinsames Girokonto existiert nicht mehr und dazugehörige
Kontoauszüge auch nicht.
- Ich war der Annahme, dass die Rechnung damals im Frühjahr von meinem damaligen
Mann beglichen wurde.

- Meine Frage lautet nun: Ist die Rechnung nicht inzwischen verjährt?
- Wer hat die Beweislast, dass die Rechnung uns damals zugegangen ist?
- Ist es zulässig, eine Rechnung erst im Dezember zu stellen (wenn sie dann damals dann
wirklich so spät zugestellt wurde), wenn die Leistungserbringung bereits im Januar 2011
erfolgte.
- Wie sollte ich weiter vorgehen? Da der Handwerker mit gerichtlichem Mahnverfahren
droht bin ich leider ziemlich unter Zugzwang.

Danke für eine Antwort.
PS: Ich habe einen Rechtsschutz und könnte sie dann darunter verbindlich beauftragen.
Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworte:

Ist die Rechnung nicht inzwischen verjährt?

Wenn die Arbeiten tatsächlich im Januar 2011 und nicht bereits 2010 stattgefunden haben, dann tritt die Verjährung erst mit Ablauf des 31.12.2014 ein. Die Verjährungsfrist, die erst am Ende des Jahres 2011 zu laufen begann, beträgt 3 Jahre. Mithin ist der Anspruch erst am 01.01.2015 verjährt.


- Wer hat die Beweislast, dass die Rechnung uns damals zugegangen ist?
Die Beweislast trägt der Handwerker. Ab Zugang der Rechnung und Mahnung können Verzugszinsen berechnet werden. Da Sie die Rechnung nicht kennen, haben Sie auf jeden Fall keine Verzugszinsen zu zahlen.

- Ist es zulässig, eine Rechnung erst im Dezember zu stellen (wenn sie dann damals dann
wirklich so spät zugestellt wurde), wenn die Leistungserbringung bereits im Januar 2011
erfolgte.

Dies ist zulässig.

- Wie sollte ich weiter vorgehen?

Sie sollten prüfen, ob tatsächlich der Auftrag auch von Ihnen seinerzeit erteilt wurde oder nur von Ihrem damaligen Ehegatten, was auch bei Ehegatten durchaus nichts Ungewöhnliches ist.

Hat nur Ihr damaliger Ehegatte den Handwerker beauftragt, dann ist auch nur er zur Zahlung verpflichtet und Sie können die Zahlung ablehnen. Ohnehin sollte geprüft werden, ob nicht Ihr ehemaliger Ehegatte bereits die Rechnung bezahlt hat.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
0211 3559080

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2014 | 12:55

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Der Auftrag wurde damals mündlich von meinem damaligen Mann erteilt. Ich war zu dieser Zeit nur teilweise berufstätig und war deshalb für die Gartenfirma wöhrend der Bauzeit die Ansprechpartnerin. Wir waren zu dieser Zeit - beide - Grundstücksbesitzer von dem Objekt. Bin ich dann deshalb der Auftraggeber?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2014 | 16:46

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Ihr damaliger Ehegatte den Auftrag erteilt hat, dann ist er auch der Auftraggeber, mithin sind Sie nicht für die Bezahlung der Rechnung zuständig.

Die Tatsache, dass Sie mit Ihrem damaligen Ehegatten Eigentümer des Objektes waren, spielt hinsichtlich der Beauftragung keine Rolle. H

Ich würde Sie in der Angelegenheit gerne vertreten und bitte um Kontaktaufnahme unter meiner E-Mail: p.dratwa@t-online.de

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Königsallee 14
40212 Düsseldorf
0211 3559080

Bewertung des Fragestellers 03.12.2014 | 10:57


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