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Garantieleistungen


| 13.12.2010 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir verkaufen aufblasbare Poolabdeckungen in größeren Mengen an Händler, die so gut wie keine Probleme damit haben.
Am 12.10.2009 haben wir insgesamt 3 Planen an einen neuen Händler verkauft. Am 08.02.2010 hatte er eine davon davon reklamiert, am 20.04.2010 eine andere, die beide undicht sein sollten. Normalerweise prüft der Händler vor Ort, ob eine Beschädigung vorliegt, die vom Kunden verursacht wurde oder ob ein Garantiefall vorliegt (was selten vorkommen kann ist, das sich ein Ventil löst).
In diesem Fall hatte der Händler die Planen selbst bei seinen Kunden vor Ort montiert.
Er hatte jedoch, auf Grund des Luftverlusts, darauf bestanden, dass wir die Planen beim Kunden abholen lassen und uns um alles kümmern sollten.
Wir haben die Planen beim Kunden des Händlers abholen lassen, und zur Überprüfung direkt zum Hersteller liefern lassen. Dieser konnte keinen Defekt finden, jedoch hat uns der Hersteller darauf hingewiesen, dass die Planen Abschürfungen vorweisen.
Wir haben die Planen dann wochenlang sehr gründlich untersucht. Später auch mit Gewichten belastet (um Schneelast zu simulieren). Nachdem wir dann festgestellt haben, dass zumindest bei einer Plane unter dem Gewicht langsam Luft entweicht, haben wir diese noch mal gründlich untersucht und eine Schürfverletzung, die auch schon der Hersteller vorher festgestellt hatte, repariert.
Auch haben wir die Ösen repariert, die durch unsachgemäße Befestigung (nicht mit elastischem Gummiseil wie in der Anleitung beschrieben), sondern mit viel zu kurzen Gummistücken, die wir auf einem Foto aus der Reklamation erkennen konnten.

Der gesamte Zeitaufwand für die Überprüfungen der Planen, vom Hersteller und von uns, sowie die Reparaturen wurden nicht in Rechnung gestellt. Wir haben nur die reinen Kosten für den Versand berechnet.

Da angeblich beide Planen wieder Luft verlieren, droht der Händler mit einem Anwalt, wenn wir nicht sofort Abhilfe schaffen. Er behauptet jetzt, wir hätten die Plane beschädigt und weist alle Schuld von sich.

Da wir immer sehr bestrebt sind, eine gute Einigung zu finden, haben wir dem Händler bereits vor langer Zeit schon eine neue Plane für einen kleinen Obolus angeboten, worauf er jedoch nicht eingegangen ist.

Nachfolgend der Text unserer Aufbauanleitung:

1. Am Einfachsten ist es, die Plane erst auf ein Kunststoffrohr aufzuwickeln. Dann legen Sie das Rohr mit der Plane auf den Beckenrand und rollen es aus.
2. Poolplane an den Ösen Zickzack mit Gummiseil (s. Bilder) befestigen. Die Elastizität muss gewährleistet sein.
3. Eventuelles Wasser auf der Plane entfernen.
4. Das Wichtigste ist, dass die Plane erst gespannt wird, bevor Luft eingeblasen wird, sonst wird das Volumen zu groß.
5. Drehverschluss aufschrauben und Rückschlagventil rausdrehen. Luft mit elektrischer Pumpe
einblasen (keine Pressluft vom Kompressor), bis die Oberfläche gewölbt ist. Sehr schnell geht das mit einer leistungsstarken Hitachi RB40VA, die im Internet erworben werden kann.
6. Luft ablassen mit der Pumpe, bis die Plane komplett geleert ist, dann beide Deckel wieder schließen und Plane über ein Rohr aufwickeln.
7. Abdeckung im Winter von Schneelast befreien.
8. ab und zu muss Luft nachgefüllt werden.
Um die Plane zu schonen, empfehlen wir diese nicht über einen rauen Untergrund zu ziehen und scharfe Kanten am Pool abzurunden. Wir empfehlen, die Plane immer auf einem Rohr über den Beckenrand aufzuwickeln. Falsche Handhabung führt zum Ausschluss der Gewährleistung.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da hier offenbar ein Handelsgeschäft vorliegt, müsste der Käufer die Ware gemäß § 377 Abs. 1 HGB unverzüglich rügen, wobei „unverzüglich" als „ohne schuldhaftes Zögern" definiert wird und einen Zeitraum von in der Regel nicht mehr als einer Woche bedeutet. Ansonsten gilt die Ware nach § 377 Abs. 2 HGB grundsätzlich als genehmigt. Hier könnte aber ein Fall des § 377 Abs. 3 HGB vorliegen, was aber mangels näherer Angaben nicht abschließend beurteilt werden kann. Ebenso wenig ist der Inhalt der von Ihnen gegebenen Garantie bekannt, weshalb eine Einschätzung, ob die Versandkosten im Garantiefall von Ihnen zu tragen sind, an dieser Stelle seriös nicht möglich ist.

Sofern der Käufer oder dessen Kunden den Mangel durch eigenes Verschulden verschuldet haben, scheidet Ihre Inanspruchnahme aus. Der Käufer muss darlegen und beweisen, dass Sie die Planen beschädigt haben, da er sich hierauf beruft. Wenn Sie dies ausschließen können, erscheint eine Zurückweisung des erneuten Abhilfeverlangens angebracht, doch sollten Sie zuvor einen Rechtsanwalt vor Ort unter Vorlage der bisherigen Korrespondenz mit der detaillierten Prüfung und Vertretung Ihrer Interessen beauftragen.

Für eine kostenlose Nachfrage stehe ich Ihnen bei Bedarf gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2010 | 14:52

Guten Tag Herr Böhler,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Eine Garantie sowie auch die Frage mit den Versandkosten ist eigentlich ausgeschlossen, da der Hersteller, der die Plane auf dem direktem Weg vom Händler bekommen hat folgendes schrieb: „wir haben bei den beiden Planen keine Reparatur vorgenommen, da die Planen währende der 14-Tage Betriebsferien keine Luft verloren haben. Wir haben aber schon gesehen, dass die Planen sehr stark gezogen wurden (Schürfungen an der PVC-Beschichtung, Ösen die beinahe ausgerissen waren, etc…)"
Wir selbst haben die Ösen sowie eine offensichtliche Beschädigung, die wir gesehen haben, kostenlos repariert.
Unsere Frage wäre noch folgende: können wir eine weitere Garantie ausschließen, da die Plane falsch gehandhabt und falsch befestigt wurde.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Zimmermann

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2010 | 15:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Da Sie nicht verpflichtet sind, eine über die gesetzlichen Gewährleistungsrechte hinausgehende Garantie zu geben, kann eine abschließende Beantwortung wie gesagt erst in Kenntnis des Garantieinhaltes gegeben werden.

Bedienungsfehler des Kunden sprechen aber zunächst einmal gegen weitere Ansprüche.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.12.2010 | 15:55


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FRAGESTELLER 17.12.2010 4,6/5.0
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