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Für Gebühren eines mir nicht gehörigen Stromzählers aufkommen?


14.09.2017 13:39 |
Preis: 60,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem mit der E.ON Avacon GmbH. Ich wohne in einem Haus, welches einer Erbengemeinschaft bestehend aus meinem Schwager, meiner Schwester und mir besteht. Wir sind alle Eigentümer. In diesem Haus lebt meiner Familie und mein Schwager und beide Parteien haben je einen Stromzähler. Mein Schwager, welcher seit 2011 ohne Strom lebt, bezahlt seine laufenden Gebühren für den Zähler nicht ( Der Zähler ist trotz fehlendem Strom noch eingebaut) und nun wendet sich die E.ON Avacon an mich und sagt ich soll die entstehenden Gebühren seit 2011 zahlen, mit der Begründung, dass ich mit in dem Haus lebe und aufgrund dessen auch zahlen muss. Ich habe mit dem Vertrag meines Schwagers jedoch nichts zu tun und werde dort auch nicht aufgeführt. Die Höhe der Kosten beträgt 650€. Ich habe Widerspruch eingelegt mit der Begründung, dass ich einen eigenen Stromzähler habe und meine Kosten immer zeitgemäß begleiche und auch kein Strom von dem stillgelegten Stromzähler beziehe. Außerdem habe ich einen eigenen Vertrag mit der E.ON Avacon und sehe nicht ein, nur weil mein Schwager nicht bezahlt/bezahlen kann, die Kosten dann zu übernehmen. Außerdem ist der Vertrag zwischen meinem Schwager und der E.ON, warum kommt man plötzlich zu mir nach 6 Jahren?
Die Inkassofirma der E.ON entgegnete nur, dass dies keine validen Argumente seien und erwarten eine Zahlung.

Haben Sie einen Rat für mich?

Ich bedanke mich im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
C. Gruner
14.09.2017 | 14:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Ihr Schwager ausdrücklich einen Vertrag mit dem Energieversorger geschlossen hat, haftet er allein für Stromschulden aus diesem Vertrag. Aber auch wenn er keinen ausdrücklichen Vertrag geschlossen hat, richten sich die Ansprüche gegen denjenigen, der die tatsächliche Verfügungsgewalt über den Versorgungsanschluss ausübt - also den direkten Zugang zu den Steckdosen hat, die hinter dem stillgelegten Steckdosen hat (BGH, Urteil v. 2.7.2014, VIII ZR 316/13). ich gehe davon aus, dass dies ebenfalls Ihr Schwager ist, da Sie Ihren verbrauchten Strom über einen eigenen Stromzähler abrechnen. Dann lässt sich aber ein Anspruch gegen Sie direkt auch nicht daraus ableiten, dass Sie "mit in dem Haus leben".

Etwas komplizierter wäre die Angelegenheit allerdings, wenn Ihr Schwager keinen ausdrücklichen Vertrag mit dem Stromversorger geschlossen hat und auch zu keinem Zeitpunkt Strom über den Zähler bezogen hat, da es dann an einem Vertrag fehlen würde. Dann wäre eine Haftung der Erbengemeinschaft für die Stromzählerkosten denkbar, wobei im Innenverhältnis ein Ausgleichsanspruch gegen den Schwager bestehen könnte. Dies hängt aber auch davon ab, ob der Zähler bereits bei Annahme des Erbes vorhanden war oder der Zählereinbau von der Erbengemeinschaft (und nicht vom Schwager) beauftragt wurde.

Die Ansprüche verjähren im Übrigen innerhalb von drei Jahren nach Rechnungsstellung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

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