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Führerscheinentzug, MPU


25.07.2017 18:40 |
Preis: 40,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

2005 wurde meinem Vater der Führerschein entzogen, aufgrund Alkohol am Steuer (einen Führerschein aus Polen hat er noch, aber damit kann er ja hier nicht fahren). Er musste dann zweimal (2007 und 2008) zur MPU, welche aber leider erfolglos verlaufen sind. Er war beide Male vorher in Beratungs- und Schulungsunternehmen, was nichts gebracht hat.

Nun ist unsere Frage, wie er jetzt vorgehen sollte, wenn er seinen Führerschein wiederbekommen möchte. Verjährt die Pflicht zur MPU irgendwann oder muss er jetzt nochmal eine MPU machen?

Viele Grüße

Simon Winiarski

25.07.2017 | 19:06

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Verjährung der Anordnung zur MPU gibt es leider nicht. Hat sich Ihr Vater aber im Straßenverkehr, etwa als Radfahrer oder Fußgänger, nichts weiter zuschulden kommen lassen, wird der Eintrag nach 15 Jahren aus der Akte gelöscht und er kann dann eine neue Fahrerlaubnis beanteagen. Das wäre dann aber erst ab 2020 möglich. Vorher wird er um eine erfolgreiche MPU nicht herumkommen, wenn er eine neue deutsche Fahrerlaubnis erlangen will.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2017 | 20:18

Super. Vielen Dank. Das hilft mir schonmal sehr weiter. Ein Kollege von Ihnen (nicht online) in Dortmund hat gemeint, dass es das mit den 15 Jahren nicht gibt und er wollte mir direkt einen MPU-Kurs anraten und dass ich die MPU in Bonn durchführen lassen ("weil es da jeder schafft").
Ist es denn richtig, dass ich mit dem polnischen (EU)-Führerschein (ausgestellt nach Entzug des deutschen) in Deutschland nicht fahren darf? Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2017 | 08:48

Auch wenn die ausländische Fahrerlaubnis nach der Entziehung der deutschen Fahrerlaubnis erworben wurde, darf diese nicht verwendet werden - es muss ein Antrag nach § 28 Abs. 5 FEV auf Anerkennung dieser Fahrerlaubnis gestellt und positiv beschieden werden.

ANTWORT VON

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