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Fußgängerin angehupt


| 29.09.2016 23:27 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
folgendes ist passiert:
Ich fuhr in einen Kreisel ein und eine Fußgängerin lief mit dem Rücken zu mir mittendrin vor mir. Ich hupte sie kurz an, um sie auf mich aufmerksam zu machen und sie lief auf den Gehsteig.
Ich wollte gleich die nächste Straße wieder aus dem Kreisel. Ein Zebrastreifen befand sich dort und eine Frau mit Kinderwagen wollte rüber. Ich hielt an. In dem Moment kam die angehupte Frau von rechts auf den Zebrastreifen, blieb vor meinem Auto stehen, schaute mich extrem böse an und ging langsam weiter. Leider nicht auf die andere Seite, sondern an meine Fahrerseite. Sie drohte mir, wenn ich noch einmal hupen sollte, dann... und drohte zudem ansatzweise mit der rechten Faust. Damit war ich leider etwas angefressen und drückte trotzig kurz auf die Hupe. Dabei rutschte mir leider die Bemerkung Blöde Kuh raus. Ich fuhr langsam an und bemerkte hinter dieser Frau eine weitere, die gerade dabei war den Zebrastreifen zu überqueren.
Was kann mir schlimmstenfalls passieren, wenn sie mich anzeigt? Kann sich die Drohung von ihr ausgleichend auf meine Bermerkung auswirken?
30.09.2016 | 00:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage.

Das zweite Verwenden der Hupe kann als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld bis zehn Euro geahndet werden.

Die Bemerkung "blöde Kuh" ist eine strafbare Beleidigung. Strafverfahren wegen Beleidigungen werden oftmals direkt eingestellt. Etwas anderes gilt jedoch bei Beleidigungen in Straßenverkehr, die energischer von den Amts- und Staatsanwaltschaften verfolgt werden. Hier droht Ihnen eine Geldstrafe, die auch schon einmal zwischen einem halben bis geschätzt eineinhalb Nettomonatsgehältern von Ihnen liegen könnte.

Ob Sie sich gegenüber der zweiten Frau auf dem Zebrastreifen womöglich auch noch wegen einer Nötigung strafbar gemacht haben, ergibt sich nicht eindeutig aus Ihrer Schilderung.

Wenn Sie Post, einen Anruf oder Besuch von der Polizei bekommen, machen Sie bitte keinerlei Angaben zur Sache. Sie sind hierzu nicht verpflichtet und es wird Ihnen auch nicht nachteilig ausgelegt werden, wenn Sie sich gar nicht äußern. Sie sollten dann keine Angst bekommen und ganz in Ruhe einen Rechtsanwalt damit beauftragen, Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft zu beantragen. Ihr Anwalt kann sich dann einen Überblick verschaffen, was genau überhaupt gegen Sie ausgesagt wurde und dann in der Folge eine geeignete Verteidigungsstrategie mit Ihnen durchsprechen.

Die Drohung der Frau dürfte sich nicht auf eine (mögliche aber keinesfalls zwingende) Strafe auswirken. Vielmehr würde die Drohung aller Voraussicht nach allein dazu führen, das zusätzlich auch noch ein Ermittlungsverfahren gegen diese Frau eingeleitet werden würde.

Eine gute Nacht wünscht Ihnen

Tobias Mai, RA


Nachfrage vom Fragesteller 30.09.2016 | 00:10

Falls die andere Frau meine Bemerkung nicht gehört hat, steht dann nicht Aussage gegen Aussage? Ich könnte ja auch behaupten, sie hätte sich verhört und stattdessen "lass mich in Ruh" gesagt haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.09.2016 | 00:22

Sehr geehrte Fragestellerin,

richtig ist, dass vor Gericht Ihre Angaben gegen eine Zeugenaussage der anderen Frau dann ggf. stehen könnten.

Als Beschuldigte eines Strafverfahrens wären Sie nicht verpflichtet, die Wahrheit zu sagen und könnten den Vorwurf abstreiten und dürfen sogar sagen, dass Sie lediglich gesagt hätten, "lass mich in Ruh". Als Beschuldigte ist es Ihnen erlaubt, hinsichtlich des Ihnen gemachten Vorwurfes zu lügen.

Die andere Frau allerdings wäre Zeugin und damit gesetzlich unbedingt verpflichtet, die Wahrheit vor Gericht zu sagen, sodass diese einerseits vereidigt werden könnte, die Wahrheit zu sagen und anderseits eine Gefahr darin liegt, dass das Gericht eher der Zeugin (wegen der Pflicht von Zeugen, wahrheitsgemäß auszusagen) glaubt, als Ihnen, da Sie als Beschuldigte eben gerade nicht die Wahrheit sagen müssen und ein Strafgericht in der Praxis deshalb schnell dazu übergehen könnte, Ihre Angaben als bloße "Schutzbehauptungen" zurückzuweisen; Ihnen also einfach nicht zu glauben.

Freundliche Grüße

Tobias Mai, RA

Bewertung des Fragestellers 30.09.2016 | 00:27


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"Man hofft ja immer, eine positive Antwort zu bekommen, wenn man sich falsch verhalten hat.
Die Beratung erfolgte m.E. kompetent, schnell und hilfreich. Danke."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.09.2016
4,6/5.0

Man hofft ja immer, eine positive Antwort zu bekommen, wenn man sich falsch verhalten hat.
Die Beratung erfolgte m.E. kompetent, schnell und hilfreich. Danke.


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