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Fristlos gekündigt


16.11.2008 14:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

wurde zum 01.12.08 fristlos gekündigt aufgrund folgender Auseinandersetzungen:

1.
Hatte mich beim Vermieter der WG beschwert, dass die Heizung nicht funktioniert und ich mich in meinem Zimmer nur in Schuhen und Jacke aufhalten könne. Sogar beim Schlafen musste ich ein Pullover tragen. Dies ging über Monate hinaus und ich war nicht einverstanden die volle Warmmiete zu zahlen wenn ich doch in Kaltmiete lebe. Daraufhin sagte er, ich soll mir eine andere Wohnung suchen. Am besten zum Ende des Monats. Das war vor ca. 1,5 Monaten. Ich fand aber keine die ich bezahlen kann.

2.
Es passt ihm nicht, dass in meinem Zimmer das Licht "mehr als es sollte" brennt. Das Zimmer ist jedoch sehr schlecht beleuchtet von außen und vor Allem wenn ich zu Hause arbeite brauche ich nun mal das Licht. Er besitzt einen Zweitschlüssel und ist sogar in meinem Zimmer gewesen (wo überal Geld rumliegt sowie natürlich private Sachen) als ich mal vergessen habe das Licht aus zu machen und ausm Haus bin. Das ist doch Verletzung der Privatsphäre und wenn ich Miete Zahle, hat das Ihn nicht zu kümmern!! Oder??

Mittlerweile funktioniert die Heizung. Jedoch hat er mich vor einigen Tagen, als ich das Licht zum Arbeiten benutzt habe, fristlos zum 01.12.08 gekündigt. ICH IDIOT HABE OK GESAGT. Finde aber nun keine Whg.

FRAGEN:

Wir haben keinen Mietvertrag abgeschlossen. Alles erfolgte mündlich. Eine Kündigungsfrist wurde nie vereinbart. Auch die Kündigung wurde nicht schriftlich festgehalten.

1. Wenn ein Mietvertrag nie abgeschlossen wurde, darf er mich einfach kündigen?
2. Da ich (mündlich) zugestimmt habe, muss ich tatsächlich raus aus der Wohnung? Wenn ja, sofort?

Kann nicht viel zahlen aber wäre sehr dankbar für baldige Antwort, evtl. auch telefonisch unter der Nr. 0151 22616, da er vllt. schon einen Nachmieter mit Vertrag haben könnte.


LG
Ina



16.11.2008 | 14:31

Antwort

von


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46535 Dinslaken
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Sehr geehrte Fragestellerin,

auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres getätigten Einsatzes möchte ich die Frage wie folgt beantworten:

Ein Mietvertrag ist zwischen Ihnen und Ihrem Vermieter auch ohne schriftliche Vereinbarung spätestens mit Überlassung des Wohnraums geschlossen worden.

Soweit Sie schildern, dass alle Vereinbarungen mit dem Vermieter mündlich getroffen worden sind, gehe ich davon aus, dass die Kündigung durch den Vermieter ebenfalls mündlich erfolgt ist. Die Kündigung eines Mietverhältnisses bedarf aber nach § 568 Abs. 1 BGB der Schriftform. Soweit dieses Schriftform mißachtet wird, ist die Kündigung unwirksam. Der Vermieter kann auch nicht aufgrund Ihrer Erklärung verlangen, dass Sie ausziehen.

Daneben liegt ein Grund für die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses auch nicht vor, da Ihnen Ihr Vermieter die Nutzung des Lichtes nicht vorschreiben kann. Die Kündigung ist daher auch nicht begründet. Nach Ihrer Schilderung gehe ich auch davon aus, dass Sie lediglich erklärt haben, dass Sie die Kündigung zur Kenntnis nehmen und sich um eine Wohnung bemühen, aber nicht dass Sie die Kündigung grundsätzlich akzeptiert haben.

Soweit Ihr Vermieter meint, Sie gleichwohl "an die Luft setzen" zu wollen, kann er dies nicht eigenmächtig machen, sondern muss einen gerichtlichen Räumungstitel erwirken, wobei das gerichtliche Verfahren einige Zeit in Anspruch nimmt.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Ihr Vermieter grundsätzlich nicht berechtigt ist, die von Ihnen gemieteten Räumlichkeiten ohne Ihr Einverständnis mit einem Zweitschlüssel zu betreten. Soweit er dies gleichwohl macht, haben Sie eine Unterlassungsanspruch gegen Ihren Vermieter, der sich durch ein solches Verhalten auch strafbar macht.

Iich hoffem Ihnen mit dieser Antwort eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Frank Dubbratz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht


Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2008 | 18:35

Ich glaube, Sie haben mich missverstanden. Sie dachten es handelt sich um eine Wohnung? Nein, ich wohne in einer Wohngemeinschaft.

Nachfrage vom Fragesteller 16.11.2008 | 18:59

Ich glaube, Sie haben mich missverstanden. Sie dachten es handelt sich um eine Wohnung? Nein, ich wohne in einer Wohngemeinschaft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2008 | 20:11

Sehr geehrte Fragestellerin,

auch für die Kündigung im Rahmen einer Wohngemeinschaft gelten die oben genannten Grundsätze. Dabei ist ebenfalls die Form für die Kündigung einzuhalten.

Selbst für den Fall, dass Ihr Vermieter der Hauptmieter der Wohnung sein sollte, ist zwischen Ihnen ein Mietverhältnis - ein sogenannter Untermietvertrag - abgeschlossen worden.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Frank Dubbratz
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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