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Fristgerechte Kündigung meinerseits, Vermieterin tauscht Schlösser aus


17.11.2014 05:36 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Ein Vermieter darf sich ohne Zustimmung des Mieters und ohne gerichtliches Urteil eigenmächtig grundsätzlich keinen Zutritt in die Mietwohnung verschaffen.


Liebes Rechtsanwaltsteam,

leider stecke ich seit Samstag (15.11.2014) in einer Situation, in der ich mir dringend Ihre Hilfe erhoffe.

Seit Aug.1997 bewohne ich eine 2-Zi. Wohnung (64 m²) in einem 12 Pateien-Haus (Erstbezug: 1972).
Mitte 2010 wurde dieses Objekt an eine Immobilien-Firma verkauft. Die Besitzerin der Firma ist seither meine Vermieterin.
Unverzüglich begann sie die Wohnungen zu sanieren und zu renovieren (veränderte Raumaufteilungen, neue Böden, Fenster, Badezimmer, Türen und die Umstellung von Nachtspeicherheizung auf Gasheizung).
Im Zuge dessen wurde die Miete im zulässigen Rahmen (sagte sie!) schon um einiges angehoben, auch für mich. Allerdings ist in meiner Wohnung außer der Fenster und der Heizungen nichts gemacht worden mit der Aussage, das es nicht möglich wäre da ich ja drin wohne!!
Zum Juni diesen Jahres bekam ich eine weitere Mieterhöhung in Höhe von 86,00 € aufs Auge gedrückt mit der Erklärung, ich hätte ja außer durch die Sanierung nie eine Erhöhung gehabt. Außer mir hat im Haus keiner eine Erhöhung bekommen.

Damit wurde die Wohnung für mich zu teuer und ich sah mich anderweitig um. Außerdem habe ich durch Gespräche mit Mitmietern aus dem Haus erfahren, dass ich ca. 100 € mehr für meine Wohnung bezahlen muss als die Mieterin unter mir, deren Wohnung baugleich, voll saniert und renoviert ist und sie zu zweit dort wohnt!!
Das hatte für mich sehr klare Züge dessen, was meine Vermieterin bezweckt!!
Leider habe ich durch die Erhöhungen inzwischen Mietschulden, die ich aber in Raten abbezahle.

Ich habe im August eine günstigere Wohnung gefunden, in die ich zum 01.11.2014 beziehen konnte.
Die Kündigung der alten Wohnung habe ich per E-Mail Ende September 2014 mit der Bitte von der Kündigungsfrist abzusehen gesendet. Sie bestand dann darauf, das ich ihr diese in schriftlicher Form per Post zuschicken soll.
Wurde am gleichen Tag Ihrer Antwort erledigt.
Ca. 10 Tage später Rückantwort, das sie keinesfalls verzichten wird, es sei denn ich bezahle alle Rückstände sofort! Sie weiß genau das ich das nicht kann.

Am Samstag vor 14 Tagen bin ich dennoch ausgezogen. Wir haben an diesem Tag aber nicht alles geschafft und ich mußte zusätzlich in den Spätdienst, so das ich den Rest vergangenen Samstag erledigen wollte.
Schon am Donnerstag bekam ich Anrufe von Freunden auf der Arbeit, die mir erzählten, das Licht in meiner Wohnung wäre und darin jemand rumläuft!! Ein Mann in Malerklamotten... Freitag das gleich Spiel.
Samstag mußte ich dann feststellen, das ich nicht mehr in meine Wohnung reinkomme da die Schlüssel nicht mehr passten!! Auch das Vorhängeschloß zu meinem Keller wurde gewechselt.

Darf sie mir so einfach, ohne was zu sagen oder zu schreiben, mein Eigentum vorenthalten und mir den Zutritt verwehren??? Ich brauche doch die Dinge die noch drin sind dringend!!
Was kann ich tun um da noch dran zu kommen und auf der rechtlich richtigen Seite zu stehen? Telefonisch kann ich sie nicht erreichen. Am Handy drückt sie mich weg und im Festnetz geht sie nicht dran.

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Zeit und Hilfe!! Leider kann ich nur das Minimum als Gebot abgeben. Würde gerne mehr geben, aber meine Situation läßt es nicht zu!

Lieben Gruß S.



17.11.2014 | 06:58

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Vermieterin darf grundsätzlich nicht ohne Ihre Zustimmung oder gerichtliches Urteil in die von Ihnen angemieteten Räume eindringen und Ihre Sachen vorenthalten. Durch das Eindringen in Ihre Mietwohnung macht die Vermieterin sich wegen Hausfriedensbruchs nach § 123 StGB strafbar.

Um Ihrerseits die Herausgabe zu fordern, rate ich zunächst, den Vermieter schriftlich unter Setzung einer Frist, aufzufordern, die Gegenstände, die Sie im einzelnen nennen, herauszugeben. Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, kann und müsste dann Ihr Herausgabeanspruch auf dem Klagewege geltend gemacht werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


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