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Freiwillige Sorgerechtsabgabe notwendig?


| 08.12.2009 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Guten Tag, ich habe einen Sohn (9 Jahre), der immer weniger Kontakt mit seinem leiblichen Vater hat. Der leibliche Vater hat inzwischen weitere zwei Kinder von zwei unterschiedlichen Frauen, die Kontakte beschränken sich auf 4 bis 6 mal pro Jahr, und auch sonst erfüllt er weder das Sorge- noch das Umgangsrecht (das Sorgerecht haben wir vor der Geburt meines Sohnes beide übernommen). Ich lebe mit meinem Sohn und meinem neuen Partner in einer stabilen neuen Beziehung seit mehr als zwei Jahren, wir überlegen, zu heiraten.
Es gibt eine Sache, die ich unbedingt regeln möchte: Sollte mir einmal etwas passieren oder sollte ich auf Grund von längerer Krankheit zeitweise nicht erziehungsfähig sein, ist es nach momentaner Gesetzeslage doch sicher so, dass mein Sohn bei dem leiblichen Vater weiterleben wird, ohne Berücksichtigung der nun bestehenden Familiensituation. Obwohl mein jetztiger Partner sich dafür ausgesprochen hat, in einem solchen Falle für das Kind zu sorgen und mein Sohn dann auch bei meinem Partner bleiben würde, muss hier sicher etwas getan werden, damit dies auch möglich ist.
Meine Fragen: Reicht eine testamentarische Verfügung meinerseits?
Oder muss der leibliche Vater sein Sorgerecht freiwillig zurückgeben damit mein Sohn im Falle eines Falles bei meinem jetztigen Partner leben kann? Würde eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem leiblichen Vater und mir genügen? Was ändert sich, wenn mein Partner und ich heiraten? Und was wäre, wenn der leibliche Vater sein Sorgerecht freiwillig abgibt und meinem neuen Partner und mir gleichzeitig etwas passieren würde? Könnte dann der leibliche Vater das Sorgerecht wieder erhalten?
Danke.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


Frage 1: Reicht eine testamentarische Verfügung meinerseits? Oder muss der leibliche Vater sein Sorgerecht freiwillig zurückgeben damit mein Sohn im Falle eines Falles bei meinem jetzigen Partner leben kann?

Nein, das ist leider nicht möglich. Sie können nicht per Testament über das Sorgerecht verfügen.

Der leibliche Vater müsste freiwillig auf das Sorgerecht verzichten oder Sie müssten dies gerichtlich erkämpfen. Denn nur das Gericht kann ansonsten dem Vater das Sorgerecht entziehen und Ihnen vollständig geben.


Frage 2: Würde eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem leiblichen Vater und mir genügen?

Sie können den Verzicht auf das Sorgerecht des Vaters untereinander schriftlich regeln. Auch das Vorhaben, dass das Kind im Falle Ihres Ableben bei Ihrem Partner leben soll, kann vereinbart werden.

Diese Regelungen können zwischen Ihnen und dem Vater getroffen werden. Zur Sicherheit sollte diese allerdings notarielle beglaubigt werden.


Frage 3: Was ändert sich, wenn mein Partner und ich heiraten?

Dann ändert sich soweit nichts. Ihr neuer Partner erhält jedenfalls nicht das Sorgerecht für den Sohn. Hier kann dieser den Sohn nur annehmen, also adoptieren.

Wenn Sie also das volle Sorgerecht hätten, könnte Ihr neuer Ehemann den Sohn adoptieren. Dann wäre er im Falle Ihres Ablebens sorgeberechtigt.

Ansonsten kann das Sorgerecht aber nicht auf den neuen Partner übertragen werden.


Frage 4: Und was wäre, wenn der leibliche Vater sein Sorgerecht freiwillig abgibt und meinem neuen Partner und mir gleichzeitig etwas passieren würde? Könnte dann der leibliche Vater das Sorgerecht wieder erhalten?

Dann geht ausnahmsweise das Sorgerecht auf Ihre Erben, hier dann wahrscheinlich Ihre Eltern über.

Eine neuerliche Übertragung des Sorgerechts auf den Vater kommt grundsätzlich nicht in Betracht, da dieser ja dann schonmal verzichtet hat.

Nur das Jugendamt oder das Gericht kann dann entscheiden, dass der Vater das Sorgerecht wieder erhält.
Bewertung des Fragestellers 14.12.2009 | 11:27


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FRAGESTELLER 14.12.2009 5/5.0
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