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Fragen zu UGV Inkasso Inkasso GmbH Forderung


25.11.2008 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Hallo

Ich habe ein Problem, und würde mich freuen, wenn mir bitte jemand helfen könnte.

Gestern wollte ich mir ein neues Auto kaufen, doch bei der Anfrage an die Bank sagte uns der Banker, das er der Finanzierung nicht zustimmen könnte, da ich einen negativen Eintrag in der Schufa hätte.
Ich dachte der macht Spaß, da ich damit noch nie Probleme hatte, und ich von nichts wusste. Also bin ich heute zur Schufa gefahren, und habe mir meinen Auszug gezogen. Und siehe da, es stand wirklich etwas negatives drin. Ich habe es mal hier aufgeschrieben:


UGV-InkassoGmbH
Datum des Ereignisses: 01.10.2008. Datum der Feststellung des derzeitigen Schuldsaldos durch den Vertragspartner. Gemeldeter Forderungsbetrag 1.513 EUR.

Datum des Ereignisses: 10.06.2008. Offene Forderung: Der Vertragspartner hat uns einen Anschriftenermittlungsauftrag übermittelt, da der Verbraucher, ohne seine neue Adresse beim Gläubiger zu hinterlassen, umgezogen ist. Dies dient der Ermittlung der Adresse für die Klärung eines Vertragsverhältnisses mit offenen Forderungen. Gemeldeter Forderungsbetrag 1.489 EUR.

Datum des Ereignisses: 04.06.2008. Datum der Feststellung des derzeitigen Schuldsaldos durch den Vertragspartner. Gemeldeter Forderungsbetrag 1.489 EUR.

Datum des Ereignisses: 23.05.1995. Gemeldeter Forderungsbetrag 168 EUR. Datum der Titulierung.
Saldo tituliert: Der Vertragspartner hat seine Forderung titulieren lassen, zum Beispiel durch Urteil oder Vollstreckungsbescheid.



Ich habe von der Firma in noch nie etwas gehört, oder ein Schreiben etc. bekommen.

Jetzt mal noch etwas zur Vorgeschichte, da ich denke das ich weis, um was es sich handeln könnte:

So um die Jahre 94/95 hatte ich mal ein Gespräch mit einem Vertreter von einer Kreditvermittlung. Nachdem im Gespräch aber die ganzen extra Kosten für den Kredit zu Sprache kamen, hatte ich dem Vertreter gesagt, das ich das nicht machen wollte. So weit so gut, aber dann gab es Mahnungen so um die 200-400 DM für die Kosten des Gespräches. So genau weis ich es nach 14 Jahren nicht mehr.

Ich hatte mich damals geweigert so viel für ein Beratungsgespräch zu zahlen. Die Bundzeit war dann Anfang 2005 zu Ende und ich habe dann bis 1998 in Österreich gelebt. Seit 1998 bin ich jedoch wieder in Deutschland und war auch von Anfang an hier ordentlich gemeldet.

Die Inkassofirma muss dann also 1995 wo ich schon in Österreich war einen Titel erwirkt haben.

Jetzt meine Frage:
Ist es rechtens, auch wenn die UGV einen Titel hat, das man fast 14 Jahre wartet, sich nicht meldet, und dann diese Summe als Forderung stellt? Gibt es denn keine Grenzen für diese Kosten?

Hätte ich eher davon gewusst, hätte ich doch sofort den Titel bezahlt, damit ich Ruhe habe, aber jetzt sind es ja fast 1300€ mehr als die Hauptforderung.

Wie soll ich jetzt verhalten?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal sollten Sie Kontakt mit dem Inkassounternehmen aufnehmen und klären, ob tatsächlich ein Vollstreckungstitel vorliegt. Lassen Sie sich eine Kopie davon zuschicken.
Möglicherweise hat dieses Unternehmen damals einen Mahnbescheid/Vollstreckungsbescheid gegen Sie erwirkt unter einer alten Anschrift, unter der Sie nicht mehr gewohnt haben. Wenn Sie dann z.B. vergessen hatten, Ihren Namen vom Briefkasten zu entfernen, dann war eine Zustellung möglich. Auf diese Weise kann sehr leicht ein rechtskräftiger Titel zustande kommen. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ist nach dieser langen Zeit leider nicht mehr möglich.

Dann sollten Sie sich auf die Einrede der Verjährung berufen. Die Hauptforderung verjährt zwar erst nach 30 Jahren, ebenso die Verfahrenskosten, aber die Zinsen verjähren nach aktueller Rechtslage nach drei Jahren, wenn in der Zwischenzeit nicht regelmäßig verjährungsunterbrechende Maßnahmen (z.B. Zwangsvollstreckungsmaßnahmen) ergriffen worden sind.

Versuchen Sie zunächst, auf diesem Weg nähere Informationen zu erlangen. Falls das Inkassounternehmen behauptet, regelmäßig verjährungsunterbrechende Maßnahmen ergriffen zu haben, könnte es sich lohnen, wenn Sie mit der Überprüfung einen Rechtsanwalt beauftragen. Manchmal kann man auch über die Zahlung eines Vergleichsbetrages mit der Gegenseite verhandeln

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de




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