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Fotos - Recht am Bild? Verbreitung mit Verleumdung


13.11.2014 09:57 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
ich hatte einen Unfall mit einem Hund,der mir ins Bein gekracht ist.
Dabei habe ich eine sehr schwere Tibiakopftrümmerfraktur mit Bandverletzungen erlitten und mit diversen Komplikationen .Das war vor 1,5 Jahren,bin seitdem krank,wurde 6x operiert und konnte deswegen immer unterschiedlich bis garnicht laufen,mal mit 20 kg Belastung,mal Rollstuhl,mal Aufbau Vollbelastung.Je nach Verlauf .
Die Besitzerin des Hundes streitet alles ab und sie hat einen Bekannten ,der mich in diesen 1,5 Jahren richtiggehend auf Veranstaltungen ausspäht. Er macht von mir Fotos mit UA Gehstützen,im Rollstuhl,wie ich mit einer Stütze laufe,wie ich mit Teilbelastung vor dem Rollstuhl stehe....alles um zu beweisen das ich simuliere... ohne Worte!
Ebenfalls hat er diese " Beweisfotos" von unterschiedlichen Veranstaltungen an das Gericht weitergegeben um meine Ansprüche auf Schadensersatz auszuschalten.
Ich habe diese Fotos alle vorliegen und kann zu allen Fotos den genauen Belastungsgrad angeben den ich zu dieser Zeit hatte.
Kann ich Juristisch etwas gegen diesen abartigen Menschen machen? Und gegen diese Verleumdung?
Mein leben ist schon durch diesen Unfall zerstört und die letzten eineinhalb Jahre waren die Hölle,muß man sich so etwas gefallen lassen
Bitte um Hilfe.
mit freundlichen Grüßen



Weitere Infos unter: http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=31659#ixzz3Iw5vrsYN
13.11.2014 | 10:46

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Hier kommen zivilrechtliche Ansprüche auf der einen sowie die Einleitung strafrechtlicher Schritte auf der anderen Seite in Betracht.

In zivilrechtlicher Hinsicht dürfte Ihnen ein Anspruch auf Unterlassung zustehen. Dieser gründet sich insbesondere darauf, dass Ihr sog. Allgemeines Persönlichkeitsrecht in der konkreten Form des Rechts am eigenen Bild verletzt worden ist, vgl. § 22 KunstUrhG. Danach dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet werden.

In strafrechtlicher Hinsicht kommet zum einen der Straftabestande des sog. Nachstellens ("Stalking") in Betracht, § 238 StGB. Bei dem "Abfotografieren", das ja auch beinhalten dürfte, dass der Fotografierende ihre körperliche Nähe sucht, dürfte es sich um eine "vergleichbare Handlung" im Sinne des § 238 Abs.1 Nr. 5 StGB handeln. Weiter müsste der Bekannte der Unfallverursacherin dies "beharrlich", also mit einer gewissen Regelmäßigkeit, tun und Ihre Lebensgestaltung müsste nachweislich schwerwiegend beeinträchtigt sein.

Zum anderen kommen die Straftatbestände der üblen Nachrede und der Verleumdung in Betracht, §§ 186, 187 StGB. Die Behauptung, Sie würden nur simulieren ist nachweislich falsch und geeignet, Ihre Person "verächtlich zu machen".

Sie sollten zunächst Strafanzeige gegen diese Person stellen. Ich gehe davon aus, dass nicht zuletzt aufgrund des erwähnten Rechtsstreits die Identität der Person bekannt ist, ansonsten kann man die Anzeige auch gegen Unbekannt stellen. Sie können bei jeder Polizeistation kostenlos eine Anzeige aufgeben; Sie können dies auch schriftlich und auch direkt bei der für Ihren Ort zuständigen Staatsanwaltschaft machen. Mittlerweile ist dies auch online möglich. Die genannten Delikte müssen Sie hierbei gar nicht weiter berücksichtigen; es genügt, wenn Sie den kompletten Sachverhalt möglichst detailliert schildern. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln dann von Amts wegen wegen aller in Betracht kommenden Delikte.

Sodann können Sie die betreffende Person zur Unterlassung auffordern. Dies geschieht am besten in Form einer Abmahnung, in der die Person dazu aufgefordert wird, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Geschieht dies nicht, kann man im nächsten Schritt den Erlass einer gerichtlichen einstweiligen Verfügung beantragen. Die Kosten eines mit der Abmahnung beauftragten Rechtsanwalts sind vom Abgemahnten zu erstatten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für die weitere Genesung

Christian Mauritz
Rechtsanwalt


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