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Forderung der EOS Inkasso


| 08.12.2016 14:55 |
Preis: 40,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Derzeit bin ich dabei meine Schulden zu tilgen und ich habe von der EOS Inkasso eine Forderungsaufstellung erhalten, die ich angefordert habe.
Allerdings ist die Aufstellung etwas undurchschaubar.

Hauptforderung 808,76€
Bisherige Kosten/
Mahnkosten der Auftraggeberin 5,11€
Inkassovergütung 340,02€
Anwaltsgebühren / Verfahrensvergütung 253,53€
Gerichts-/Vollstreckungskosten 74,45€
Zinsen bis 05.12.2016 928,58€
abzgl. seit dem 16.1.1998

geleistete Zahlungen 1.017,86€

Gesamtbetrag 1392,59€

zzgl. weiterer 6,000% Zinsen p.a. auf die jeweils restliche Hauptforderung.

Sind die angegebenen Kosten des Inkassounternehmens in der Höhe rechtens?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Angesichts der Höhe der Hauptforderung liegt die Höhe von einer Gebühr gemäß dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz bei € 80,00 – außergerichtlich können gemäß Nr. 2300 des Vergütungsverzeichnisses (VV zum RVG) bis zu 2,5 Gebühren, also netto € 200,00, beansprucht werden, hinzu kommen Auslagen und 19% Umsatzsteuer. Da dieses Vergütungssystem analog auf Inkassounternehmen Anwendung findet, erscheint die Inkassovergütung überhöht, zumal ja auch separat Anwaltsgebühren aufgeführt sind. Für eine abschließende Beurteilung muss geprüft werden, worauf die Gegenseite ihren Anspruch stützt, zu denken ist hier etwa an spezielle Auslagen z.B. zur Ermittlung Ihres Aufenthaltsortes.

Ich rate Ihnen deshalb einen Rechtsanwalt vor Ort mit dieser Detailprüfung zu beauftragen, damit dieser die Aufstellung prüfen und ggf. die weitere Forderung zurückweisen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2016 | 08:41

Vielen Dank für die schnelle Antwort,

wie ich gerade gesehen habe, wurde mir in einer Aufstellung vom Oktober 2015 eine Inkassovergütung in Höhe von 234,29€ in Rechnung gestellt.
Hier besteht also eine Erhöhung in Höhe von 105,73€, da ich mit dem Inkassounternehmen in schriftlichem Kontakt stehe, sind Ermittlungskosten dann gerechtfertigt, falls diese als Kosten angegeben werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2016 | 08:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ob die Ermittlungskosten berechtigt sind, kann an dieser Stelle leider nicht abschließend beurteilt werden. Handelte es sich z.B. um lediglich eine Auskunft beim Einwohnermeldeamt, sind € 105,73 sicher unangemessen - anders kann dies sein, wenn es einige dieser Auskünfte gegeben hat. War Ihre Anschrift der Gegenseite aber durchgehend bekannt, erscheinen die Ermittlungskosten jedoch unangemessen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.12.2016 | 08:58


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