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25.11.2008 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag

wir haben einen Vollstreckungsbescheid heute erhalten gegen einen Schuldner. DIeser Schuldner hat bereits im Juli 2006 die EV abgegeben. Wie wir jetzt gehört haben gehört ihm mit seinem 3 Brüdern zusammen ein Einfamilienhaus inkl. Grundstück welches er und seine Brüder vom Vater geerbt haben.
Wir wollen an das Haus dran wie gehen wir am besten vor, Pfändungsbeschluss übers AG wie bei jedem anderen Schuldner auch oder geht es jetzt anders, da es ihm ja nicht alleine gehört, sollten wir uns vorher erkundigen ob er wirklich Miteigentümer ist , wenn ja wo können wir das und wie. Wie können wir jetzt sinnvoll vollstrecken. Es geht um ca 5000,-€.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Zwangsvollstreckungen aus Titeln ins Blaue hinein bringen in der Regel nichts, sondern sind für den Gläubiger nur mit Kosten verbunden.

Sie sollten insoweit zunächst in Erfahrung bringen, ob der Schuldner tatsächlich Miteigentümer der Immobilie ist. Dies können Sie durch eine Einsicht in das Grundbuch klären.

Nach § 12 GBO ist die Einsicht des Grundbuchs jedem gestattet, der ein berechtigtes Interesse darlegt. Dies ist unproblematisch, da Sie Gläubiger einer titulierten Forderung sind.

Wenn Sie Kenntnis von den Daten des verstorbenen Vaters des Schuldners haben, könnten Sie auch beim zuständigen Nachlassgericht Einsicht in die Nachlassakte nehmen, um zu prüfen, ob der Schuldner tatsächlich Erbe geworden ist.

Nach § 34 Abs. 1 FGG kann die Einsicht der Gerichtsakten jedem insoweit gestattet werden, als er ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht. Da Sie Gläubiger einer titulierten Forderung sind, würde es hier keine Probleme geben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich die Gelegenheit nutzen Sie darauf hinweisen, dass Ihr Einsatz bzw. der Ihres Ehemannes bei nachfolgender Frage vom 17.02.2007 (!) http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=22521 noch nicht bezahlt ist.

Ich bitte Sie insoweit um Kontaktaufnahme per E-Mail, damit ich Ihnen den konkreten Betrag (inkl. Rücklastschriftkosten, die meinem Konto belastet wurden) zur Zahlung aufgeben kann.
Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, müssten Weiterungen erwogen werden.

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2008 | 12:09

Vielen Dank für Ihre Antwort,

bezgl. Ihres Hinweises werde ich SIe gleich per email anschreiben. Und bitte diesbezgl. um Entschuldigung .
Bezgl. meiner gestellten Frage ist eine Sache aber nicht beantwortet, nämlich wie die Vollstreckung ins Haus möglich ist, wie wir da am besten genau vorgehen .

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2008 | 12:28

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die Zwangsvollstreckung in ein Grundstück erfolgt nach § 866 ZPO durch Eintragung einer Sicherungshypothek für die Forderung, durch Zwangsversteigerung und durch Zwangsverwaltung.

Als Gläubiger können Sie verlangen, dass eine dieser Maßregeln allein oder neben den übrigen ausgeführt werde (vgl. § 866 Abs. 2 ZPO).

Die Einzelheiten sollten Sie dann mit einem von Ihnen zu beauftragenden Kollegen besprechen.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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