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Flug annuliert mit Umbuchung / 1 Urlaubstag verloren


| 24.11.2008 19:03 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht



Guten Tag,
wir buchten bei British Airways (BA) einen Flug von Berlin nach Johannesburg, via London in der "World Traveller Plus" Class (zwischen Economy und Business Class) für den 07.09.2008.
Kurz vor dem Abflug 16:35 Uhr erfuhren wir, dass der Zubringerflug nach London storniert wird. Man buchte uns komplett um auf die Lufthansa in der Economy Class, via München nach Johannesburg. Abflug war dann 2,5 Stunden später als geplant in Berlin.
Durch die verspätete Ankunft (2,5 Std.) in Johannesburg am 08.09. verpassten wir unseren Anschlussflug nach Botswana, nur um 10 min.
Das hatte zur Folge, daß wir unser Endreiseziel in Botswana nicht mehr am 08.09. erreichen konnten und uns eine Notunterkunft suchen mussten. (zusätzliche Kosten).

Wieder zu Hause angekommen, stellten wir bei BA einen Antrag auf
1. Erstattung des Differenzbetrages von World Traveller Plus zu
Economy Class
2. Eine Auspleichzahlung von 600,00 € oder die bereits bezahlte
Übernachtung, die uns verloren ging. Entsprechende Rechnungen
legten wir bei.

Antwort von BA:
zu 1.: Erstattung erfolgt (ist auch am 24.11.08 gutgeschrieben)
zu 2.: Entschädigung ist nach der EU-Verordnung 261/2004 nicht zu
leisten, da der Flug von Berlin nach London aufgrund einer
unvorhersehbaren technischen Störung storniert werden
musste.

Wir erhielten mit diesem Schreiben 2 Reisegutscheine von jeweils
150,00 €, einzulösen für einen Flug mit BA bis zum 19.09.2009.

Das lehnten wir jedoch ab, weil wir keine Verwendung dafür haben, da ich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Flugzeug nicht mehr verreisen darf.
Die Gutscheine schickten wir zurück und forderten nochmals die Bezahlung der uns entgangenen Übernachtung.
BA wies unsere Forderung abermals zurück.

Haben wir Anspruch auf Erstattung der bereits bezahlten, nicht in Anspruch genommenen Übernachtung ( diese war natürlich viel, viel teurer als die Notunterkunft)?

Vielen Dank im Voraus!

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Guten Abend,

1. Es kommt zunächst ein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 in Betracht. Da Sie einen Ersatzflug angeboten bekommen haben und die Verspätung nicht mehr als vier Stunden betrug, kann der Anspruch der Höhe nach um 50% gekürzt werden: hier also 600 EUR x 0,5 = 300 EUR pro Ticket.

Problematisch ist die von der Fluggesellschaft behauptete unvorhergesehene technische Störung. Eine solche kann grundsätzlich die Ansprüche von Fluggästen ausschließen. Die Darlegungs- und Beweislast für die Störung trägt die Fluggesellschaft. Ob also der Ausschlussgrund zu recht vorgetragen wird, kann nur in einem Prozess entschieden werden. Um eine Klärung herbeizuführen, müssten Sie also klagen.

2. Auch Ihren Verspätungsschaden in Form der für einen Tag zwecklos gebuchten Unterkunft können Sie grundsätzlich ersetzt verlangen. Es kommt insoweit ein Schadensersatzanspruch nach BGB-Werkvertragsrecht bzw. dem Montrealer Übereinkommen über die Beförderung im internationalen Luftverkehr in Betracht. Hier stellt sich jedoch dasselbe Problem wie oben: Eventuell kann die Fluggesellschaft sich entlasten, d. h. den Nachweis erbringen, dass sie kein Verschulden an der Verspätung trifft. Auch insoweit kann eine Klärung nur durch einen Prozess herbeigeführt werden.

Um Ihre Ansprüche also durchzusetzen, müssten Sie Klage erheben. Über die Erfolgsaussichten lässt sich leider keine Prognose abgeben, da letztlich alles vom Vortrag der beklagten Fluggesellschaft und den ihr zu Verfügung stehenden Beweismitteln abhängt.


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 27.11.2008 | 12:19


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