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Fehlplanung Garage


16.11.2014 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Ein Architekt plant eine Garage am Hang. Eine vorhandene Stützmauer (80cm dick) muss eingerissen werden. Die Garage soll bis ans höher gelegene Wohnhaus gehen. Der Statiker gibt grünes Licht. Die beauftragte Baufirma beginnt mit vorbereitenden Maßnahmen und beginnt mit dem Abbruch der alten Stützmauer. Die Baufirma bekommt Zweifel an der Machbarkeit, da die Rückwand der geplanten Garage zu dünn ist (24 cm) um den Hang zu halten. Ein unabhängiger Geologe wird beauftragt, welcher zum selben Ergebnis kommt wie die Baufirma. Die Garagen können somit nicht gebaut werden. Wer trägt die bis dahin angefallenen Kosten für den Abbruch der alten Mauer und den Wiederaufbau sowie für die bisherige Fehlpanung?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsschilderung haftet zunächst der Architekt für seine Fehlplanung und die dadurch hervorgerufen Kosten.


Zwar kann der Architekt sich grundsätzlich auf das Sonderwissen des Statikers verlassen, allerdings nicht bei groben und offensichtlichen Mängeln. Und solche wird man annehmen müssen, wenn dann auch die Firma offenbar die Mängel erkannt hat - dann aber hätte der Architekt dieses sicherlich erst recht und früher bemerken können.


Der Statiker haftet natürlich auch. Ist ein eigener Vertrag mit dem Statiker vorhanden, haftet er als Gesamtschuldner mit dem Architekten - ansonsten hätte ggfs. der Architekt einen Regressanspruch gegen den Statiker.


Gegen den Bauunternehmer würde ein Anspruch (als Gesamtschuldner) nur bestehen, wenn dieser die Falschplanung erkannt und sie trotzdem der Bauausführung zu Grunde gelegt hat; insoweit ist also entscheidend, ob die Baufirma Zweifel schon bei Beginn der Abbrucharbeiten hatte, dieser aber trotzdem offenbar begonnen hatte.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
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