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Falscher Wechselrichter


| 04.10.2017 10:15 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von




Betrifft Wechselrichter



Zum 31.3.2006 wurde bei mir eine Solaranlage mit 9,45 kwp montiert laut Rechnung wurden
dabei auch 2 Wechselrichter der Firma KOCO PVI 4500 xi und ein Wechselrichter KACO PVI
1501 xi montiert. Tatsächlich wurden jedoch nur 2 Wechselrichter KACO PVI 4000 xi
montiert.
Da die Anlage bisher ohne Probleme lief ist mir das nicht aufgefallen da die Gesamtsumme mit dem Angebot übereinstimmte.
Nur ging ein Wechselrichter kaputt dabei fiel mir dies auf, wobei die Möglichkeit besteht dass der Schaden durch Dauerüberlastung mit verursacht wurde.

Meine Frage wie ist dies nach der vergangenen Zeit rechtlich zu bewerten.
05.10.2017 | 07:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich laufen die Verjährungsfristen für die Gewährleistung aus einem Werkvertrag nach spätestens 5 Jahren nach Abnahme aus, bei ihnen also im Jahr 2011.

Eine Ausnahme besteht nach § 634 a Abs. 3 BGB , wenn der Unternehmer den Mangel arglistig verschwiegen hat.

Zunächst müsste also ein Mangel vorliegen, dies wäre bei ihnen der abgeänderte Einbau der Wechselrichter, denn dies stellt eine Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit der Anlage dar.

Dies müsste ihnen gegenüber arglistig verschwiegen worden sein und kommt nur in Betracht, wenn dies für sie nicht offen erkennbar ist. Die Rechnungslegung mit den bestellten Wechselrichtern spricht für eine arglistige Täuschung, da für sie nicht ohne weiteres erkennbar war, dass andere (und weniger Modelle) als vereinbart verbaut wurden.

Für die arglistige Täuschung gilt die normale Verjährung, also 3 Jahre ab Schluss des Jahres in dem Kenntnis von allen Umständen erlangt wurde. Haben sie den Mangel in 2017 entdeckt, so verjährt er Silvester 2020.

Sie sollten also zunächst den Unternehmer anschreiben, ihn darüber informieren, dass der Falscheinbau entdeckt wurde, und ihn zur Mängelbeseitigung sowie Beseitigung der Mangelfolgeschäden ( §§ 634, 634a, 635 BGB) unter Fristsetzung auffordern. Nach Ablauf der Frist kann eine Selbstvornahme Abhilfe schaffen, deren Kosten der Unternehmer zu tragen hat. Es ist nicht zwingend notwendig den Unternehmer hierauf (§§ 636, 637 BGB) hinzuweisen, jedoch ist dies oft hilfreich.

Wenn auch dies scheitert lassen sich die Ansprüche auf Kostenerstattung oder, wenn sie dies nicht wünschen, auch Nacherfüllung klageweise durchsetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Doreen Prochnow

Bewertung des Fragestellers 07.10.2017 | 14:35


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"Auf die relvanten Dinge hiengewiesen Klare und verständliche Vorschläge gemacht-."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.10.2017
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