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Falscher Telefonbucheintrag


13.12.2008 21:25 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht



Sehr geehrter Rechtsanwalt,
sehr geehrte Rechtsanwältin,

im Mai diesen Jahres war ein Anzeigenberater/Verkäufer des Fernsprechbuchverlages/Telefonbücher in unserem Betrieb.
Wir sind ein Taxiunternehmen.
Wir teilten ihm mit, dass wir in unserem Heimatort an erster Stelle platziert werden möchten. Aus diesem Grund firmierten wir und präsentieren wir uns werbemäßig unter Taxi 1 A.
Dieser Name steht logischerweise weil es mit 1 oder gar mit A anfängt ganz vorne an 1. Stelle in der Spalte Taxi.

Dies bestätigte uns auch der Anzeigenverkäufer und sagte uns unter Zeugen zu, dass dies auch so geschehen werde. Nach einem Brief an die Geschäftsleitung des Fernsprechbuchverlages weis er davon nichts mehr!

Nun ist trotzdem ein Konkurrent aus einer anderen Stadt (dies hat er richtig mit Anschrift versehen) vor unserer Firma, der eigentlich mit dem Buchstaben M beginnt. Der Konkurrent ist in dem Telefonbuch noch mit 7 (sieben) weiteren Anzeigen vertreten und bekam anscheinend Sonderrecht. Wir glauben nun, dass man dies mit Absicht gemacht hat, da man bei dem anderen Taxiunternehmen mehr Umsatz macht.

Man war sogar so raffiniert, dass man den Wettbewerber unter der Rubrik „Taxi“ platzierte und für unser Unternehmen eine neue Rubrik „erfand“ mit dem Namen Taxi 1A und setzte uns darunter. Was für ein Hohn – dies ist absolut geschäftsschädigend.

Fragen:

Ist so etwas zulässig bzw. Rechtens oder hat uns der Anzeigenberater/Verkäufer (er arbeitet auf Provision) etwas Falsches gesagt bzw. verkauft nur um zum Vertragsabschluß zu kommen?

Ist so etwas zulässig, das man einfach eine neue Rubrik erfinden darf, obwohl es diese in dem Telefonbuch noch nie gab?

Hätten nicht wir an 1. Stelle unter Taxi stehen müssen?

Kann ich den Verlag haftbar machen?

Muss ich trotzdem die Kosten von fast 1.000.- € hinnehmen oder darf ich Abzüge machen – oder gar ganz verweigern?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir helfen könnten.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf der Grundlage der von Ihnen gegebenen Informationen wie folgt:

Die Frage, an welcher stelle der Eintrag zu platzieren ist richtet sich nach dem Inhalt des geschlossenen Anzeigenvertrages. Nachdem Sie angeben, dass Ihnen - beweisbar - zugesichert wurde, dass die Einträge in der Rubrik alphabetisch/numerisch gelistet werden stellt die Platzierung nach einem anderen System bzw. in einer anderen (neu aufgelegten) Rubrik eine Vertragsverletzung dar, die als Nicht- oder Schlechterfüllung des Vertrages zu werten ist. In der Folge sind Sie jedenfalls nicht verpflichtet, das Entgelt in ganzer Höhe zu zahlen. Ob Ihre Zahlungsverpflichtung vollständig entfällt hängt u. a. davon ab, ob die Leistung für Sie nun völlig unbrauchbar ist. Dies kann im Rahmen dieses Forums nicht abschließend beantwortet werden und hängt letztendlich im Falle eines Rechtsstreits vor allem von der Frage ab, wie der entscheidende Richter diesen Mangel einschätzt.

Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Ausführungen eine erste Orientierung gegeben zu haben. Für Nachfragen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.
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