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Falsche Nebenkostenabrechnung


20.10.2004 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

unsere Hausverwaltung hat den Ableseservice Viterra gekündigt. Es wird nun alles durch die Hausverwaltung selbst erledigt. Uns Mietern wurde eine Kostenersparnis versprochen.

Als ich ich die jetzige Nebenkostenabrechnung 2003 erhielt, traf mich der Schlag. Ich stellte fest, dass der Wasserverbrauch 4 x so hoch war, wie vergleichsweise die letzten 2 Jahre, obwohl ich weniger zu Hause war. Das kann nicht sein. Ich soll nun 200 € mehr zahlen als zuvor. Mein Vermieter meinte, in der Vermieterversammlung wurde einstimmig diesem Wechsel zugestimmt. Die Mieter hätten daher die erhöhten Kosten zu übernehmen, auch wenn dies nicht vorhersehbar war. Eine Anfechtung sei unmöglich.

Kann ich bis zur vollständigen Klärung der Verhältnisse die Überweisung der Nebenkosten zurückhalten? Mein Vermieter legte mir nahe, die Wohnung zu wechseln, weil ich anscheinend nicht mehr in der Lage bin, die jährliche Endabrechnung zu übernehmen. Sie müssen wissen, dass ich zuletzt noch Mietminderung beantragt habe bzgl. Mängel (Schimmel an der Wand kommt von Feuchtigkeit, die durch die Mauer zieht). Ich halte 15 % für angemessen. Ist das i.O.?

Wegen erheblicher Maßnahmen seitens meines Mieters versucht dieser nun mich loszuwerden.

Muss ich das akzeptieren und wie kann ich da vorgehen?

Schon jetzt besten Dank für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüßen

R.G.
Guten Morgen,

als erstes zur Nebenkostenabrechnung. Sie müssen die Abrechnung natürlich nur akzeptieren und zahlen, wenn die zutreffend ist. Dies betrifft zum einen den angenommenen Verbrauch, zum anderen den in der Regel im Mietvertrag festgelegten Abrechnungsmaßstab.

Sie haben das Recht, von Ihrem Vermieter Einsicht in die Unterlagen zu erhalten, um die Richtigkeit der Abrechnung überprüfen zu können. Hieraus müßten sich dann ja die Verbrauchsdaten ergeben. Ihr Vermieter muß Ihnen zumindest die Einsicht in die Abrechnungsunterlagen ermöglichen oder Ihnen diese gegen eine Kostenerstattung kopieren. Erst wenn Sie Einsicht genommen haben und sich die Abrechnung als richtig herausstellt, müssen Sie sie auch bezahlen.

Der zweite Punkt betrifft die Mängel der Mietwohnung. Wenn der Schimmel auf die Bausubstanz zurückzuführen ist, könnnen Sie die Miete kürzen, wobei 15 % der Kaltmiete bei Schimmel eher niedrigt berechnet ist. Hier kommt es aber auf den Einzelfall an, etwa wie groß der Schimmelbefall ist.
Erfahrungsgemäß wird vom Vermieter ein Schimmelbefall regelmäßig auf angeblich falsches Lüftungsverhalten der Mieter zurückgeführt. Dies wird sich meist erst durch einen Sachverständigen klären lassen.

Sie haben als Mieter selbstverständlich das Recht, bei einer berechtigen Mängelrüge die Miete zu kürzen, da Sie nur 100 % Miete bei einer 100 %ig ordentlichen Wohnung zu zahlen müssen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2004 | 12:17

Sehr geehrter Herr Weiß,
die Zählerdaten hatte ich damals korrekt übermittelt und sie wurden auch korrekt von der Hausverwaltung verrechnet. Auch den Abrechnungsmaßstab (oder was meinen Sie da genau?)mit den einzeln aufgeschlüsselten Kostenpunkten erhalte ich jährlich.

Durch den Wechsel von der Fa. Vittera zur Eigenabrechnung (Hausverwaltung) ist nun das Problem, dass ich rückwirkend nicht mehr die einzelnen Kostenpunkte von der Fa. Vittera nachprüfen kann, weil sie die Jahre zuvor immer mit einer zusammengefassten Summe veranschlagt waren, ohne das die einzelnen Kostenpunkte ersichtlich waren. Deshalb fällt es mir nun schwer, Vergleiche zu ziehen. Es ist aber zu erkennen, dass der Mehrbetrag nur mit Wasser/Heizung zusammenhängen kann, weil alle anderen Kostenpositionen stimmen. Nur fehlt mir eben der genaue Vergleich um herauszufinden, was so teuer geworden ist. Muss mir das die Hausverwaltung genau aufschlüsseln? Leider wurde die Aussage, dass alles bei einem Wechsel günstiger wird nur mündlich mitgeteilt. Es wird daher keine Wirkung haben. Mich würde aber schon interessieren, für was ich genau mehr zu zahlen habe. Bei einer Vermieterversammlung müssen doch die Vermieter zum Vorteil der Mieter abstimmen. Sollte dies nicht passieren, braucht man doch erhöhte Rechnungen nicht zu zahlen oder? Muss der Mieter bei einer Umstellung nicht gefragt werden?

Den Schimmelbefall wollte mein Vermieter fast nicht akzeptieren/sehen. Weil er nicht sehr groß ist. Er meinte mit darüberstreichen wäre es getan. Ich verneinte jedoch dies. Danach meinte er, die Angelegenheit wäre Sache der Hausverwaltung. Ich habe trotz des nicht großen Pilzbefalls gesundheitliche Probleme (Bronchien). Mir ist bekannt das man mind. 15% Minderung geltend machen kann, was ich für angemessen hielt. Wenn ich nun die kommende Miete kürze, können mir dann Schwierigkeiten mit dem Vermieter entstehen und ist der Vermieter bei vorläufiger Nichtzahlung der Nebenkostenrechnung berechtigt, mir zu kündigen? (Das hätte er wohl gerne)Ich lebe bereits schon 8 Jahre in der Wohnung und habe bisher immer pünktlich alles bezahlt. Ich weiss nicht warum er sich nun so verhält?!

Schon jetzt besten Dank für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüßen

R.G.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2004 | 15:02

Guten Tag,

entscheidend ist nur, ob die jetzige Abrechnung richtig ist. Wenn sich die Viterra über Jahre falsch zu Ihren Gunsten abgerechnet hat, können Sie daraus keinen Rahm schöpfen.

Wenn die Abrechnung richtig ist, werden Sie sie auch bezahlen müssen. Ein Recht zur Kündigung erwächst Ihrem Vermieter daraus aber nicht, hierzu ist der Zahlungsrückstand -wenn er denn besteht- nicht groß genug.

Freundliche Grüße,
Michael Weiß

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