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Falsche Firmierung bei Pfändung


20.03.2017 21:03 |
Preis: 43,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Mein Arbeitgeber (Fa. Vorname Nachname e.K.) hat eine Pfändungs- und Einziehungsverfügung zu meinen Lasten zugestellt bekommen. Die Verfügung ist auf Vorname Nachname ausgestellt. Der Zusatz e.K. fehlt.

Kann ich aufgrund des fehlenden Zusatzes gegen die Pfändung vorgehen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier ist zu prüfen, weshalb die Frage der sog. Aktivlegitimation, also ob der Gegner die Forderung ohne e.K. überhaupt gerichtlich geltend machen durfte, nicht bereits im zum Vollstreckungstitel führenden Verfahren thematisiert worden ist. Wäre dies möglich gewesen, ist eine Vollstreckungsabwehrklage gemäß Par. 767 Abs. 2 ZPO unzulässig. Das Fehlen des Zusatzes ist grundsätzlich kein Vollstreckungshindernis.

Auch ist zu untersuchen, ob der Gegner die Forderung als Privatmann geltend machen durfte, etwa infolge einer Abtretung.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Detailprüfung aller Unterlagen zum Fall und ggf. Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 20.03.2017 | 22:41

Sehr geehrte Ratsuchende,

es ist noch klarzustellen, dass der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss nicht den Zusatz e.K. enthalten muss.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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