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Falsche Angabe in Artikelbeschreibung, jetzt Reklamationen.


06.12.2008 16:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben in einer Online-Auktion angegeben, das der Artikel um den es sich handelt Waschmaschinen geeignet ist bei 30°C.

Im nachhinein haben wir es aber leider erst gesehen, das der Artikel nur eine Handwäsche haben darf. Die Handwäsche steht auch auf dem Zettel (Wasch- und Pflege Anleitung ) der am Artikel angenäht ist.

Nun berufen sich die Kunden darauf, das in der Artikelbeschreibung in der Auktion steht "Waschmaschinen geeignet", denn dies haben einige Kunden gemacht und reklamieren jetzt ein "verfilzen" des Produktes.

Die Frage ist, hebt die am Artikel angenähte Waschanleitung nicht die vorher von uns gegebene Produkteigenschaft auf ? Der Kunde hätte ja vorher sein Rückgaberecht/Widerufsrecht benutzen können, wenn er mit der Handwäsche nicht einverstanden ist. Oder kann er sich auf § 434 Abs. 1 BGB berufen ?

Vielen Dank für die Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Die im Artikel angenähte Waschanleitung kann nicht die vorher von Ihnen gegebene Beschaffenheitsvereinbarung aufheben.

So liegt hier wohl eine so genannte Beschaffenheitsvereinbarung gem. § 434 Absatz 1 S. 1 BGB vor. Danach ist hier die Beschaffenheit „Waschmaschinen geeignet" vereinbart worden. Diese Vereinbarung ist auch nicht aufgehoben worden.

Die im Artikel angenähte Waschanleitung kann aber für das Mitverschulden des Verkäufers eine Bedeutung haben. Danach trifft den Geschädigten ein Mitverschulden, wenn er diejenige Sorgfalt außer Acht lässt, die jedem ordentlichen und verständigen Menschen obliegt, um sich vor Schaden zu bewahren (BGH NJW 72, 36).

Insoweit könnten Sie hier den Einwand erheben, dass sich der Kunde nicht alleine auf Ihre Beschaffenheitsangabe verlassen durfte. So hätte der Kunde vielmehr auch die angenähte Waschanleitung beachten müssen.

Ob die Gerichte dieser Auffassung folgen werden, vermag ich jedoch zu bezweifeln. Insoweit besteht auch das Prozessrisiko, dass ein Gericht nicht zu Ihren Gunsten entscheidet.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen diesbezüglich nichts anderes mitteilen kann, aber dies ist eine ehrliche Beuteilung Ihres Falles. Ich hoffe, dass ich Ihnen trotzdem weiter geholfen habe und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt
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