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Falschberatung Aktienanlage - Altersvorsorge


22.12.2004 06:24 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Ich wurde Ende 1999 von einem Vermittler aufgesucht, um eine Aktienfondsanlage zu tätigen.
Es wurde mir ca. 10 % Rendite pa. versprochen.
Dazu müßte ich eine Kredit bei der DSL-Bank in Stuttgart über 500.000 DM aufnehmen zu 5,6 % Zinsen. Diese Kosten für die Zinsen könnten dann aus dem Fonds entnommen werden. Weiterhin wird eine Grundschuld auf mein Eigentumshaus eingetragen. Laufzeit 10 Jahre.
Nach dem Aktienboom bis in Jahr 2000 habe ich das dann im Januar 2000 gemacht.
Seither geht es bergab mit dem Fonds, und ich kann die Zinsen für den Kredit nicht mehr aufbringen.
Kann ich hier irgendwelche Rechtsansprüche geltend machen, da ich meine, über den Tisch gezogen worden zu sein.
Ich wurde über die Risiken überhaupt nicht informiert, bzw. falsch beraten.

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Guten Morgen,

wenn ein Anlagevermittler Ihnen eine bestimmte Form der Wertpapieranlage empfiehlt, muß er Sie umfassend über die Risiken dieser Anlageform beraten. Der Umfang der Beratungspflichten richtet sich dabei nach dem Kenntnisstand des Anlegers: wenn es sich um einen Anleger handelt, der täglich mit Aktien an der Börse umgeht, kann dieser die Risiken besser einschätzen als ein Anleger, der bislang allein mit seinem Sparbuch hantiert hat.

Im Zweifel geht die Rechtsprechung zugunsten des Anlegers von einer höheren Beratungspflicht aus.

In Ihrem Fall bedeutet dies, daß zumindest über das Risiko einer Renditeminderung durch Kursverluste hätte hingewiesen werden müssen. Diese Risiken sind erfahrungsgemäß gerade während des Börsenbooms zu Beginn des Jahrtausends bei der Beratung in den Hintergrund geraten.

Hat Ihr Anlagevermittler Sie nicht umfassend beraten, hat er sich schadensersatzpflichtig gemacht. Sie sind dann so zu stellen, als sei etwa das Renditeversprechen eingelöst worden.

In der Praxis spielt leider die Beweislast eine große Rolle, da immer wieder von Anlagevermittlern behauptet wird, über die Risiken umfassend aufgeklärt zu haben. Hier dreht die Rechtsprechung, wenn der Sachverhalt von Ihnen plausibel dargelegt wird, die Beweislast rigoros um: der Anlagevermittler muß die umfassende Aufklärung belegen. Dies ist natürlich in einem Gespräch, das typischerweise unter vier Augen stattfindet, von entscheidender Bedeutung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Steuerrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2004 | 06:54

Loht es sich in obigem Fall, einen Prozess anzustreben?
Wie stehen die Chancen?
Die Verjährungsfrist läuft am 31.12.2004 ab?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.12.2004 | 22:40

Guten Abend,

entschuldigen Sie bitte, daß ich mich erst jetzt melde, da ich den ganzen Tag ortsabwesend war.

Die Frage, ob eine Klage anzustreben ist, kann ích anhand der jetzigen Unterlagen (noch) nicht abschließend beurteilen. Ich benötige hierfür genaue Unterlagen, insbesondere, welche Unterlagen und Zusicherungen anläßlich des Vertragsabschlusses getätigt wurden. Sind etwa Prospekte des Aktienfonds überreicht worden ? Sehen diese eine Beurteilung der künftigen Risiken vor ?

Ich schlage vor, daß Sie mich morgen einfach anrufen, damit ich von Ihnen noch Einzelheiten erfahren kann. Ich bin allerdings wegen eines auswärtigen Termines nur vormittags erreichbar, nach den Feiertagen bin ich ab dem 27.12. wieder vollständig erreichbar.

Grundsätzlich ist leider von einer Verjährung zum 31.12. dieses Jahres auszugehen, da infolge der Schuldrechtsreform 2002 zahlreiche Ansprüche, die nach dem alten Recht eine längere Verjährungsfrist hätten, verjähren. Dies bedeutet, daß bis zum 31.12. zumindest eine Verjährungsunterbrechung, sei es durch Klage oder Mahnbescheid vorgenommen werden müßte, da ansonsten die Ansprüche nicht mehr durchsetzbar sind.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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