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Fahrverbot nicht-deutscher EU Führerschein


| 26.09.2017 18:11 |
Preis: 50,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,
Wohnsitz: EU, nicht Deutschland
Führerschein: EU, nicht Deutschland, Wohnsitzland
Geblitzt in Deutschland, Autobahn, Limit: 80km/h, Tacho: 123km/h
Meine Fragen:
- Wie würde ein eventuelles Fahrverbot für mich aussehen? Wo würde ich fahren bzw. nicht fahren dürfen? Müsste ich den FS abgeben/einschicken/...?
- Gäbe es eine Möglichkeit, das Fahrverbot in eine erhöhte Geldstrafe 'umzuwandeln'? Wenn ja, welche?
Vielen Dank im Voraus für die Antwort.
26.09.2017 | 19:18

Antwort

von


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88212 Ravensburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nach Ihren Angaben haben Sie auf einer Autobahn in Deutschland die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 43 km/h überschritten.

Dafür sieht die Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV).eine Geldbuße in Höhe von 260,-- € und ein Fahrverbot von 1 Monat vor.

2.
Das Fahrverbot ist in § 25 StVG geregelt.

Dabei ist entscheidend, dass Sie keine deutsche Fahrerlaubnis haben und auch nicht im Inland wohnen.

Dann ist die Verhängung eines Fahrverbots nur in Ihrem ausländischen Führerschein zu vermerken (§ 25 Abs. 3 StVG), also einzutragen.

Während der Dauer eines Fahrverbots dürften Sie dann nur in Deutschland kein Kfz führen. In anderen EU-Staaten dürften Sie weiter fahren.

3.
Eine Möglichkeit, von der Verhängung eines Fahrverbots abzusehen und das Bußgeld zu erhöhen, ist nur in besonderen Ausnahmefällen gegeben. Das kann nur der Richter entscheiden. Darauf sollten Sie nicht hoffen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Bewertung des Fragestellers 02.10.2017 | 12:22


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