Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
457.482
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Fahrtrecht


| 04.12.2008 17:29 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Ich habe ein Haus mit einem großen Grundstück angemietet. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass landwirtschaftlicher Verkehr ( Traktoren) über mein Grundstück fuhren, um ein daneben gelegenes Grundstück zu erreichen. Als ich meinen Vermieter darauf ansprach, erzählte dieser mir, dass auf dem Grundstück ein Fahrtrecht eingetragen sei und ich darauf achten müsse, dass der Weg immer befahrbar bliebe, also auch nichts in den Weg stellen solle, was eine Durchfahrt verhindere. Darf der Vermieter dies? Ich habe von einem Fahrtrecht nichts im Mietvertrag stehen. Danke für Antwort
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Grundsätzlich hat Ihnen der Vermieter das Grundstück frei von Sach- und Rechtsmängeln zu überlassen. Da in Ihrem Mietvertrag offenbar keine Klausel zur Duldung der Überfahrten vorhanden ist, dürfte Ihr Gebrauchsrecht durch das wohl im Grundbuch eingetragene Fahrrecht der Landwirte, das jenen die Fahrt über das Grundstück gestattet, im Sinne von § 536 Abs. 3 BGB eingeschränkt sein, was Ihnen ein Mietminderungsrecht einräumen könnte. Die Höhe der Minderung orientiert sich am Umfang der Beeinträchtigung. Mangels näherer Kenntnis der Gegebenheiten kann hier keine abschließende Beurteilung vorgenommen werden.

Ich rate Ihnen, den Vermieter im Hinblick auf eine Mietminderung anzusprechen. Sollte keine Einigung erzielt werden können, sollten Sie einen auf das Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen; in diesem Zusammenhang stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

BGB § 536 Mietminderung bei Sach- und Rechtsmängeln
(1) Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung an den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit. Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Minderung der Tauglichkeit bleibt außer Betracht.
(2) Absatz 1 Satz 1 und 2 gilt auch, wenn eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder später wegfällt.
(3) Wird dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache durch das Recht eines Dritten ganz oder zum Teil entzogen, so gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.
(4) Bei einem Mietverhältnis über Wohnraum ist eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung unwirksam.
Bewertung des Fragestellers 08.12.2008 | 09:17


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 08.12.2008 4,8/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 55151 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Beantwortung meiner Frage war sehr aufschlussreich, wir sind sehr zufrieden. Das Problem wurde verständlich aufgeschlüsselt und umfangreich beantwortet. Der Anwalt war professionell neutral freundlich. Ich würde diesen Anwalt ... ...
5,0/5,0
Sehr schnelle und verständliche Antwort. War mir eine große Hilfe. Jederzeit gerne wieder! ...
5,0/5,0
Bin auf den Erfolg gespannt, aber ich denke es passt alles. Sehr schnell und ausführlich beantwortet. Nur zu empfehlen... ...