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Fahrtkosten als Betriebsausgaben


26.10.2004 09:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Als Existenzgründer werde ich ab Februar ein Unternehmen gründen. Standort ist meine Wohnung. Gleichzeitig werde ich in einem ca. 100km enfernten Ort ab Juni als Geschäftsführer einer GmbH gemeinsam mit einem Partner arbeiten.

Wenn ich mit dem Fahrzeug, dass ich als Existenzgründer in meinem AV bilanziere, ab Mai wahrscheinlich in der Mehrzahl dazu nutze, um von meinem Wohnort (=Firmenort meiner Existenzgründung) zu meinem ca. 100km entfernten Firmenort zu fahren, wo kann ich dann das Fahrzeug am besten absetzen? Bei der Existenzgründungsfirma oder bei der "neuen Firma", bei der ich GF bin, bzw. wo wäre es am besten?
Sehr geehrter Ratsuchender,

eigentlich stellt sich die Frage gar nicht, da Sie ja - wie Sie selbst schreiben - das Fahrzeug in Ihre "Existenzgründungsfirma" eingebracht haben und es in deren Anlagevermögen gehört.

Dementsprechend machen Sie die betrieblich veranlassten Fahrten bei der Steuererklärung dieses Unternehmens geltend. Sollten die beiden Unternehmen - was aus Ihrer Schilderung nicht hervorgeht - nicht in einem solchen geschäftlichen Verhältnis stehen, dass die Fahrten dienstlich veranlasst sind, sondern als private Nutzung des PKW einzustufen sein, so müssten Sie die Fahrten sogar als Wegstrecke zwischen Wohn- und Arbeitsort in Ihre private Steuererklärung einbringen.

Die GmbH bleibt insofern außen vor. Denkbar wäre hier möglichweise eine Erstattung der Fahrtkosten seitens der GmbH, die dann wiederum dort als Betriebsausgaben anzusetzen wären. Das müßte aber in einzelnem von einem Steuerberater geprüft werden, mit welcher Konstruktion die Kosten im konkreten Einzelfall am effektivsten steuerlich wirksam sind.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2004 | 09:56

Sehr geehrter Herr Lauer,

beide Unternehmen sind völlig unabhängig voneinander und stehen in keinerlei geschäftlichem Verhältnis.

Würde das bedeuten, dass ich ab Juni den Großteil der Fahrten für private Zwecke mache - nämlich für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort und entsprechend dessen, den PKW dann nicht mehr steuerlich geltend machen kann in meiner Existenzgründer-Firma?

Am Ende des Jahres hätte ich dann die vollen Werbungskosten aus meiner GF Tätigkeit und evtl. noch einen bilanziellen Vorteil bei meiner Existenzgründer-Firma, je nachdem wieviel dienstliche Kilomenter im Vergleich zu der privaten Nutzung gefahren wurden oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2004 | 10:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

natürlich können Sie den Wagen in Ihrer Existenzgründerfirma auch weiterhin steuerlich geltend machen. Was aber die private Nutzung angeht, muß diese aber gesondert behandelt werden. Sie werden also wohl um die Führung eines Fahrtenbuches nicht herumkommen.

Die Werbungskosten aus Ihrer beruflichen Tätigkeit können Sie selbstverständlich geltend machen. Einen Vorteil in Ihrer Firma haben Sie weiterhin z. B. aufgrund der Abschreinbungen für den Wagen etc.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

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