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Fahrerflucht ja oder nein


| 13.12.2016 20:32 |
Preis: 25,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mario Kroschewski



habe beim Rückwärtsfahren einen geparktes Auto H-Stoßstange gekratzt,
bin dann weiter gefahren weil kein Besitzer da wa und wollte zur Polizei Meldung machen, auf der Weg dahin ca 5 Min. habe ich es mir anders überlegt und zum Unfallort zurückgefahren da war auch der türkische Besitzer da, ich wollte die Daten austauchen er sagte habe Polizei gerufen die dann 5 Min. später auch kam, die meinten erst kein Problem ich habe mich gemeldet. Aber der Türke hat auf einen Anzeige bestanden, die polizisten meinten noch Sie könnten den Anzeiger noch umstimmen, aber Heute kam vom Gericht 25 Tagess. X 20 (ich bin Rentner) also 500 Euro Strafe. Gott sei Dank kein Führerschein entzug oder Fahrverbot , habe ja o Pkt. in Flensburg.
Habe noch 14 tage Zeit Einspruch dann kommt Verhandlung, mein Gefühl sagt die 500 zu akzeptieren obwohl für einen Rentner viel Geld
Es gibt nichts zum kaschieren war bei Tankstelle und alles auf Video
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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihr Vertrauen in diese Plattform. Ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt. Nach Ihrer Erklärung haben Sie sich tatsächlich wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort nach § 142 StGB strafbar gemacht. Dass Sie als Unfallbeteiligter einen nicht völlig belanglosen Schaden (die Wertgrenze liegt hier bei ungefähr 25 €) verursacht haben steht außer Frage. Weiterhin haben Sie sich nach § 142 I Nr 2 StGB wohl vor Ablauf einer angemessenen Wartezeit entfernt. Dieses ist auch möglich, wenn keine Person zur Unfallaufnahme vor Ort ist. Wie lange die Wartefrist nun ist (die Rechtsprechung verwendet hier die schwammige Formulierung: den Umständen angemessen) stellt immer eine Frage des Einzelfalles dar, 10 Minuten werden jedoch beispielsweise als nicht ausreichend angesehen. Zumindest eine Wartefrist von 10 Minuten hätte hier, trotz des vermeintlich geringen Schadens, eingehalten werden müssen.

Auch Ersatzmaßnahmen, wie beispielsweise die von Ihnen beabsichtigte Benachrichtigung der Polizei oder das (häufige) zurücklassen von Visitenkarten sorgen nicht dafür, dass diese Wartepflicht entfällt.

Auch die nachträgliche Rückkehr zum Unfallort hilft konkret nicht. Zwar sieht § 142 II StGB die nachträgliche Ermöglichung der Personalienfeststellung vor, hierfür müssten Sie sich jedoch nach Ablauf der Wartefrist, beziehungsweise entschuldigt, entfernt haben. Für beides fehlt hier leider jeder Ansatzpunkt.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Fahrzeugführereigenschaft auf Grund der Videoüberwachung oder einer Aussage gegenüber den anwesenden Polizeibeamten feststeht.

Auch die, häufig erfolgreiche, Verteidigungslinie einer fehlenden Wahrnehmung des Unfalls ist auf Grund Ihrer Rückkehr nicht gegeben.

Die einzige, theoretische, Möglichkeit einer Verteidigung wäre ein Irrtum im Sinne von "ich ging davon aus dass ich zur Polizei fahren darf". Hier zieht die Rechtsprechung jedoch sehr enge Grenzen.

Von einem Vorgehen in der Sache insgesamt kann ich daher nur abraten. Auch bei Einschaltung eines spezialisierten Anwalts schätze ich als Strafverteidiger das Risiko einer Verurteilung, bei vorläufiger Würdigung des Sachverhalts, vergleichsweise hoch ein. In diesen Fall müssten Sie zusätzliche Verfahrenskosten (Fahrtkosten/Arbeitsausfall von Zeugen/Gerichtskosten/Kosten eines eventuell eingeschalteten eigenen Anwalts) begleichen. Diese übersteigen schnell die Höhe von 500 €.

Ob die Tagessatzhöhe von 25 € eventuell zu senken ist hängt maßgeblich von der Höhe Ihrer Rente ab. Gerne können Sie mir diese im Rahmen der Nachfragefunktion mitteilen, ich würde dann überprüfen ob die Höhe eventuell angreifbar ist.

Ich bedaure Ihnen keine besseren Auskünfte geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen



Mario Kroschewski
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2016 | 21:43

Der geschätzte Tagesschatz ist 20 und nicht 25 Euro der Satz wird 25 X gefordert macht 500

Als Rentner stimmt es auch, so ist nichts mehr zu verhandeln, Sehr vielen Dank für Ihren schnelle und kompetente Antwort, ich sehe die Lage auch so und suchte nur einen Bestätigung. Wunsche einen gute Zeit.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2016 | 22:02

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage. An diesen Punkt halte ich die Akzeptanz des Strafbefehls tatsächlich leider für die beste Möglichkeit.

Nur wenn es relevant werden sollte: Eine Ratenzahlung, auch in Höhe geringer Raten, macht eigentlich jede Staatsanwaltschaft mit.

Ich wünsche Ihnen, trotz der unangenehmen Einschätzung, eine schöne Vorweihnachtszeit.

Mit freundlichen Grüßen


Mario Kroschewski
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.12.2016 | 16:08


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