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FALSCHGELD "gleich zwei Banknoten"


| 01.04.2015 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Matthias Düllberg


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die Einzahlung von Falschgeld kann weitere Ermittlungen (Durchsuchung, Vorladung) zur Frage auslösen, ob dies vorsätzlich geschah. Bejahendenfalls droht eine Verurteilung nach §§ 146 ff StGB. Spätestestens mit der Vorladung sollte ein Verteidiger beauftragt werden um Einsicht in die Akte zu erhalten


Guten Tag,

Ich habe gestern bei der Bank eine Summe von etwas über 2000 Euro eingezahlt. Dabei wurden "zwei 20 Euro" Banknoten als Falschgeld erkannt.
Sie hatten auch die gleichen Seriennummern, waren für mich aber auf den ersten blick nicht als Blüten erkennbar da gut gefälscht.
Das ganze geht jetzt an die Kripo.

Ich weiß nicht woher ich diese beiden 20 Euro Noten habe da in der Staffelung des einzuzahlenden Betrages einige 20 er waren.

Was kommt nun auf mich zu?
Ich hatte noch nie etwas mit Falschgeld zu tun, bin aber vorbestraft wegen Raub, Btm, Körperverletzung. Letzte Vorstrafe 2007.

Bekomme ich eine Hausdurchsuchung?
Werde ich vorgeladen?
Muss ich mit einem Gerichtsverfahren rechnen?
Soll ich mir schon einen Rechtsanwalt nehmen?


Vielen Dank



01.04.2015 | 10:54

Antwort

von

Rechtsanwalt Matthias Düllberg
35 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

in der Tat wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen Geldfälschung (§ 146 StGB), bzw. Inverkehrbringen von Falschgeld (§ 147 StGB) eingeleitet. Nach den Vorschrift wird u.a. bestraft, wer wissentlich Falschgeld als echtes in den Verkehr bringt. Dass es sich um Falschgeld handelt muss dabei zumindest „billigend in Kauf" genommen werden.
Ob sich dieses Verfahren dann im weiteren Verlauf gegen Sie persönlich richtet, kann angesichts dessen allerdings gegenwärtig noch nicht abschließend eingeschätzt werden. Da Sie zahlreiche Banknoten einzahlen wollten und davon nur 2 gefälscht waren, bestehen objektiv Zweifel daran, ob sie von der Fälschung überhaut Kenntnis hatten. Andererseits werden die Ermittlungsbehörden schon erfahren wollen, woher die Banknoten stammten, um diesen Punkt aufzuklären.

Im Zuge dessen ist nicht auszuschließen, dass Sie eine Vorladung erhalten oder dass es zu einer Durchsuchung bei Ihnen kommt. Spätestens dann sollten Sie sich auch an einen Verteidiger wenden, der sich gegenüber den Ermittlungsbehörden für Sie bestellt und die Ermittlungsakte einsieht. Dies können Sie selbstverständlich bereits jetzt tun, um entsprechend vorbereitet zu sein. Je früher die Verteidigung ansetzt, desto mehr Möglichkeiten wird sie im weiteren Verfahren haben.

Allein wegen der Einzahlung der „Blüten" bestehen zudem gute Möglichkeiten, das Verfahren zu erledigen, bevor es zu einer öffentlichen Hauptverhandlung kommt. Bis dahin muss die Staatsanwaltschaft Ihnen nämlich nachweisen, dass Sie von dem Falschgeld wussten. Ergeben sich bei den weiteren Ermittlungen dafür keine Anhaltspunkte, gehe ich davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird. Beachten Sie aber bitte, dass eine exaktere Prognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt und ohne Aktenkenntnis kaum möglich ist.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen der hier bestehenden Möglichkeiten einen ersten Einblick in die Situation verschafft zu haben. Sollten sich aus meiner Antwort Unklarheiten ergeben haben, nutzen Sie bitte die für Sie kostenlose Nachfragefunktion. Für den weiteren Verfahrensverlauf wünsche ich Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Matthias Düllberg
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 01.04.2015 | 11:15

Vielen Dank für die Antwort

Wie lange wird es ungefähr dauern bis ich von der Polizei oder Staatsanwaltschaft eine Vorladung bekomme?

Hat eine Hausdurchsuchung überhaupt sinn, da ich ja weiß das gegen mich ermittelt wird?
Ich habe zwar nichts zu verbergen trotzdem wäre mir das sehr peinlich und unangenehm wenn die Polizei vor der Tür steht.


Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2015 | 11:33

Sehr geehrter Fragesteller,

wie lange es dauert, bis man Sie ggf. vorlädt, ist nicht pauschal zu sagen. Einige Wochen wird das schon in Anspruch nehmen. Sofern Sie sich an einen Verteidiger wenden, wird dieser in der Lage sein, schon vorher einige Informationen zu erhalten und ggf. die Akte einzusehen.

Die Durchsuchung an sich wäre natürlich zum jetzigen Zeitpunkt weniger sinnvoll. Überdies setzt die Anordnung voraus, dass ein entsprechender Verdacht gegen Sie besteht, so dass ich angesichts des geschilderten Sachverhalts nicht unbedingt davon ausgehe, dass es dazu kommt. Ausschließen kann ich sie allerdings wie gesagt auch nicht auch nicht ganz. Näheres wird allerdings auch hier erst zu sagen sein, wenn weitere Informationen über den Verfahrensstand vorliegen.

Sofern Sie unsicher sind, sollten Sie bereits jetzt besser einen Verteidiger beauftragen.

Mit freundlichem Gruß

M.Düllberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.04.2015 | 11:41


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Rechtsanwalt Matthias Düllberg
Bochum

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