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Ex-Chef verwendet Foto ohne Erlaubnis für Werbung


09.09.2004 09:57 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein ehemaliger Arbeitgeber verwendet mein Bildnis in seinem Internetauftritt und in Werbebroschüren. Die Verwendung meines Abbildes dauert seit ca. 3 Jahren und hält gegenwärtig an. Eine Zustimmung von mit liegt nicht vor.
Frage: Wie hoch ist ein angemessener Schadensersatz? Oder heist es richtiger Schmerzensgeld?
09.09.2004 | 10:28

Antwort

von


3 Bewertungen
Guten Tag,

als früherer Arbeitnehmer darf Ihr Bild durchaus in Werbebroschüren etc. verwendet werden, zumindest solange diese erstellt wurden, als Sie noch bei dem alten Arbeitgeber tätig waren. Ansonsten hätten Sie sich bereits direkt bei der Veröffentlichung dagegen wehren müssen, bzw. schon beim Fertigen der Fotos.

Wenn Sie jetzt, nach Ihrem Ausscheiden, möchten, das Ihr Bild nicht merh verwendet wird, müssen Sie den früheren Arbeitgeber hierzu (schriftlich, wegen der Beweislast) auffordern und eine angemesene Frist setzen; für das Entfernen aus dem Internet dürften 14 Tage ausreichen. ProblemaTISCH WIRD DIE Durchsetzung aber bei bereits gedruckten Broschüren. Ihr Arbeitgeber konnte im Zweifel nicht bereits bei Druckvergabe davon ausgehen, dass Sie einer Veröffentlichung Ihres Bildes widersprechen würden, er wird daher m.E. noch vorhandene Restauflagen zu Ende aufbrauchen dürfen.

Ein Schmerzensgeld können Sie bei diesem Sachverhalt kaum durchsetzen, da Sie schließlich früher bei dem Unternehmen gearbeitet haben und die Fotos nicht ohne Ihre (vielleicht stillschweigende) Zustimmung aufgenommen worden sein dürften.

Schadenersatz ist für mich nicht ersichtlich, da Ihnen offenbar kein geldwerter Schaden entstanden ist.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen


Ralf Thormann, Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Recklinghausen


Rechtsanwalt Ralf Thormann

Nachfrage vom Fragesteller 09.09.2004 | 10:38

Ihr Antwort scheint mir mit § 22 KUG zu kollidieren. Dort heist es: "Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten" veröffentlicht werden. Eine Duldung während des Arbeitsverhältnisses kann wohl kaum Einwilligung ersetzen.
Im übrigen geht das Gesetz nicht auf Ausnahmen, wie z. B. Arbeitsrecht, ein.
Auf meiner Suche nach einem angemessenen Betrag bin ich leider nicht weitergekommen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2004 | 11:26

Guten Tag nochmals,

doch, so ist es: wenn Sie als Angestellter die Veröffentlichung Ihres Bildes dulden, ist das einer Eineilligung gleich zu stellen.

Besondere Ausnahmen in Ihrem Fall, warum dennoch ein "Schmerzensgeld" o.ä. gefordert werden könnte, sind absolut nicht ersichtlich.

Mit freundlichem Gruss,

Ralf Thormann, Rechtsanwalt

ANTWORT VON

Recklinghausen

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