Erstattung von Schaden durch Phishingangriff
Preis: ***,00 € |
Internetrecht, Computerrecht
Beantwortet von
Rechtsanwalt Fachanwalt für IT-Recht, Urheber- und Medienrecht, Jan Gerth
| in unter 2 Stunden
Meine Bank will den Schaden erstatten allerdings mit einer Selbstbeteiligung von 500€.
Die Begründung der Bank (als Antwort auf u.g. Schreiben) . Die Bank sei nicht verantwortlich,... es muss sich ein Schadprogramm auf dem Rechner befunden haben u.ä.
Ein anschließendes Gespräch hat trotz langjähriger Beziehung zur Bank nichts Neues ergeben.
Das Verfahren gegen Unbekannt Seitens der Staatsanwaltschaft ist bereits eingestellt.
Meine Frage: Wie hoch sind meine Aussichten die 500€ z.B. nach 675u BGB ff noch zu bekommen, per
i) Klage?
ii) Schiedstelle?
iii) Sonstige Mglk.?
Die Bank erhielt von mir folgendes Schreiben, dass auch den Sachverhalt beinhaltet:
Betr.: Schaden durch (vermtl.) Phishing -Angriff beim online Banking. Kntnr.: X bei der Genossenschaftliche bank xx
Sehr geehrte Damen und Herrn,
ausschlaggebend für die o.g. Vermutung ist eine online Abbuchung von o.g. Konto am 13.07. 2011, die weder von mir noch meiner Frau vorgenommen wurde. Lt . Kontoauszug handelt es sich um eine Abbuchung einer Person (Name: qwertz) mit Ziel UK (England) in Höhe von € 2300,00 (weitere Details liegen ihnen vor).
Die nicht veranlasste oder durch uns erlaubte Abbuchung stellte ich am Morgen des 15. 07. 2011 fest, woraufhin ich mich sofort mit Ihnen in Verbindung setzte, um das Konto sperren zu lassen.
Am 18.07. 2011 wurde der Vorgang polizeilich aufgenommen und Anzeige erstattet.
Vermutlicher Hergang des Phishing-Angriffs:
Ich hatte am Abend des 12.07 2011 einige online Überweisungen zu tätigen und bediente wie gewohnt die Eingabeaufforderungen der Volksbank Eingangsseiten für das Online-Banking. Nach der Eingabe einer TAN entsprechend der TAN-Liste für eine Überweisung verharrte der Computer plötzlich und ließ sich nicht mehr bedienen. Ich beendete anschließend die online-Sitzung durch Hard-Reset des Computers. Nach dem anschließenden Wiederhochfahren des PCs funktionierte alles wieder wie gewohnt. Ich konnte auch eine weitere Überweisung vornehmen, bei der die TAN wie gewohnt akzeptiert wurde.
Im Nachhinein liegt die Vermutung nahe, dass vor oder nach der Eingabe der Zugangsdaten für das Online-Banking eine Umleitung auf eine Duplikatseite erfolgte, die ich aber nicht bemerkte.
Der verwendete PC ist durch eine FritzBox Firewall und das Programm Avira Antivir Personal geschützt gewesen.
Aus meiner Sicht habe ich übliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die übliche Sorgfalt beim Online-Banking walten lassen. Ich bitte Sie daher freundlich um Erstattung der Schadenssumme in Höhe von € 2300,00 auf o.g. Konto.
Durch das neue ihrerseits vorgestellte und zukünftig von mir verwendete TAN-Verfahren und Beschaffung eines dedizierten PCs meinerseits, der ausschließlich für Bankgeschäfte verwendet wird gehe ich von einem Ausschluss künftiger Schäden beim Online-Banking aus.
Ich möchte mich schon im Voraus für Entgegenkommen in der o.g. Angelegenheit bedanken.









