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Erpressung


15.12.2004 23:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
ich bin in einer ganz prekären Lage, und weiß nicht wie ich mich jetzt verhalten soll:

Ich hatte eine Affäre mit einem verheirateten Mann (ich bin selbst verheiratet) und wir beide sind in dem Ort, in dem wir leben, recht gut bekannt. Ich habe eine E-Mail, die mir dieser Mann geschrieben hat, unvorsichtigerweise ausgedruckt und in meinen Kalender gelegt. Nun habe ich letzte Woche während eines Telefonats im Büro einen Kollegen gebeten, in meinem Kalender nachzuschauen, ob ich an einem bestimmten Tag noch Zeit für einen geschäftlichen Termin hätte (ich hatte den Anruf nicht an meinem Platz entgegen genommen, und mein Kollege stand direkt neben meinem Schreibtisch, daher bat ich ihn, nachzuschauen).

Nun hat er dabei wohl diese E-Mail entdeckt und an sich genommen. Vorgestern hat er mich darauf angesprochen und mir den "Vorschlag" gemacht, dass ich mich ihm gegenüber auch mal von meiner "privaten Seite" zeigen solle - andernfalls würde er den Ausdruck meiner E-Mail an meinen Mann und an die Ehefrau meiner ´Affäre´ weiterleiten.

Ich dachte immer so etwas gibt es nur in schlechten Filmen und ich traue mich nicht, ihn anzuzeigen - wenn das alles auffliegt (und er wird sich dann garantiert rächen), bin ich ziemlich erledigt. Ich kann doch deswegen nicht kündigen ... und selbst wenn: vermutlich würde er mich trotzdem erpressen. Gibt es *irgendeinen* Weg juristisch gegen ihn vorzugehen, ohne dass es gleich die ganze Stadt erfährt?
Sehr geehrte Anfragende,

denkbar wären folgende Varianten:

1. Strafanzeige bei der Polizei mit etwaigen anschließenden Gerichtsverfahren,

2. Erhebung einer Unterlassungsklage,

3. Anschreiben durch einen Rechtsanwalt.

Die Variante 3. ist genau genommen keine wirklich "juristische" Lösung. Aber u.U. kann eine Aufklärung durch einen Anwalt, welche Folgen eine Offenbarung seiner Erkenntnisse für ihn haben könnte (Strafanzeige, zivilrechtliche Klagen, Kündigung in der Firma, etc.) den Kollegen dazu bewegen, die Sache einfach fallen zu lassen.

Das Problem ist dabei nur, dass Ihnen die Reaktion des Kollegen niemand garantieren kann. Er könnte gleichwohl sein Wissen veröffentlichen und Sie hätten nichts gewonnen.

Jedoch bin ich der festen Überzeugung, dass sich nicht zu wehren, sich noch nie bewehrt hat. Nur wenn Sie dem Kollegen klar machen, dass der Schaden, den er erleidet mindestens so schlimm ist, wie der Schaden, den Sie erleiden, wird er Sie in Ruhe lassen.

Da die Varianten 1. und 2. ein öffentliches Gerichtsverfahren zur Folge hätten, sind diese für Ihre Zwecke nicht geeignet.

Ob die Einschaltung eines Anwaltes aus Ihrer Heimat oder aus einer anderen Stadt besser ist, kann ich nicht sagen. Ein ortsansässiger Anwalt hätte den Vorteil, dass er den Kollegen vielleicht einmal persönlich aufsuchen könnte. Auch könnte bei dem Kollegen möglicherweise der Eindruck aufkommen, Sie sind so verschämt, dass Sie nicht einmal einen Anwalt aus Ihrer Stadt beauftragen mögen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser ersten Einschätzung weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -
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