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Erneuter Hausfriedensbruch


11.12.2016 14:08 |
Preis: 50,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Hausfriedensbruch wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Die Tat wird nur auf Antrag des Geschädigten verfolgt, der innerhalb von drei Monaten gestellt werden muss, und bis zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters jederzeit wieder zurückgenommen werden kann.


Hallo,

Ich habe mir am Wochenende unter Alkoholeinfluss Zutritt zu einer Diskothek beschafft in dem ich über die Mauern des Clubs geklettert bin. I h habe in dieser Disco Hausverbot! Beim herunterspringen in den raucherbereichs des Clubs bin ich gestürzt und habe mir das Handgelenk gebrochen. Darum wurde ein Krankenwagen und die Polizei hinzugezogen. Es wurde eine Anzeige aufgenommen wegen Hausfriedensbruchs die aber vom Besitzer wieder zurückgezogen wurde, da ich bei einer Veranstaltung für gute Zwecke eine höhere Geldspende tätigte. Nun meine Frage mit was für einer Strafe muss ich rechnen, da ich wegen Hausfriedensbruchs in der selben Diskothek vorbestraft bin. Wie wahrscheinlich ist eine Verurteilung zu Gefängnis? Da ich schon mal Bewährung hatte

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie teilen mit, dass der Clubbesitzer die Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs wieder "zurückgezogen" hat.

Hausfriedensbruch ist ein Delikt, das nur auf Antrag des Besitzers des Grundstücks verfolgt wird, in das widerrechtlich eingedrungen wurde (§ 123 Abs. 2 StGB).

Wenn der Clubbesitzer die Anzeige "zurückgezogen" hat, entnehme ich dem, dass er - falls er einen Strafantrag gestellt hat - diesen ebenfalls wieder zurückgenommen hat. (Eine Strafanzeige ist nicht dasselbe wie eine Strafantrag: Die Strafanzeige ist jede [bloße] Information an die Polizei über den Verdacht einer Straftat. Ein Strafantrag ist das Verlangen einer Person, dass jemand wegen einer bestimmten Tat strafrechtlich verfolgt wird. Er muss neben einer Strafanzeige ausdrücklich und gesondert innerhalb einer Frist von drei Monaten gestellt werden. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters kann er zurückgenommen und dann nicht mehr neu gestellt werden. Ohne Strafantrag ist bei Hausfriedensbruch eine Strafverfolgung nicht möglich. Eine Strafanzeige kann dagegen nicht "zurückgenommen" werden: Wenn die Polizei einmal Kenntnis von einer Straftat erlangt hat, muss sie bei Nicht-Antragsdelikten, den sog. Offizialdelikten, weiter ermitteln, selbst wenn der Anzeigeerstatter keine Strafverfolgung mehr will.)

Eine Strafverfolgung wegen Hausfriedensbruchs ist in Ihrem Fall bei Rücknahme des Strafantrags nicht möglich, und Sie müssen nicht mit einer Strafe rechnen. Da nur ein Strafantrag, nicht aber eine Strafanzeige, zurückgenommen werden kann, gehe ich davon aus, dass der Clubbesitzer einen Strafantrag, falls er ihn überhaupt gestellt hat, wieder zurückgenommen hat. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie diesbezüglich noch einmal bei der Polizei nachfragen, ob der Clubbesitzer einen Strafantrag zurückgenommen hat.

(Sollte der Clubbesitzer einen Strafantrag gestellt und nicht zurückgenommen haben, ist eine Strafperognose schwer zu stellen. Die Strafhöhe hängt von der Anzahl der Vorstrafen, der Schwere der Vortaten und auch Ihrer Sozialprognose ab. Hausfriedenbsruch wird nach § 123 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Mit einer hohen Strafe wäre also nicht zu rechnen. Wahrscheinlich wäre dann wohl eine Geldstrafe.)

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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