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Erlischt meine Niederlassungserlaubnis?


| 22.09.2014 19:14 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Ein über 15 im Bundesgebiet lebender Ausländer mit einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis verliert auch bei einer nicht nur vorübergehenden Ausreise von mehr als sechs Monaten diese in aller Regel nicht.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bräuchte eine rechtsverbindliche Auskunft von Ihnen zu meinem Fall in puncto Ausländerrecht.

Etwas zu meiner Person:
Ich bin hier in Deutschland geboren und aufgewachsen. Seit meiner Geburt lebe ich hier in Deutschland, genauer gesagt seit 27 Jahren.
Außerdem bin ich im Besitz einer Niederlassungserlaubnis.

Zum Eigentlichen:
Ich habe einen gesicherten Lebensunterhalt, da ich in Vollzeit arbeite.
Dieses Jahr beabsichtige ich, vom November 2014 bis September 2015 zwecks "Work and Travel" (Visum Work and Travel) nach Ozeanien zu gehen.
D.h. ich werde Deutschland für etwa 10 Monate verlassen.
Vonseiten des Arbeitgebers bin ich freigestellt worden. Nach Rückkehr nach Deutschland werde ich beim gleichen Arbeitgeber weiter arbeiten und somit weiterhin einen gesicherten Lebensunterhalt haben.


Fragen:
1.) Erlischt die Niederlassungserlaubnis in meinem Fall?

2.) Wenn ja, was kann ich tun, damit ich trotzdem für etwa 10 Monate ins Ausland gehen kann?

3.) Wenn nein, dann beantrage ich eine Bescheinigung zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis.
Kann mir die Ausländerbehörde die Austellung der Bescheinigung in meinem Fall verweigern?

4.) Was kann ich tun, wenn mir die Austellung in meinem Fall verweigert wird?

5.) Was wird passieren, wenn ich nach etwa 10 Monaten ohne die Bescheinung wieder nach Deutschland einreise?
Ich muss betonen, dass ich mich beim Bürgeramt nicht abmelden werde für diese 10 Monate. Sämtliche Verträge lasse ich ruhen und werden wieder aktiviert, sobald ich wieder nach Deutschland zurückgekehrt bin und wieder arbeiten gehe.


Danke im Voraus für die Beantwortung der Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Joe W.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Nein, davon ist in aller Regel nicht auszugehen.

Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers, der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat sowie die Niederlassungserlaubnis seines mit ihm in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ehegatten erlöschen nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7 des § 51 Aufenthaltsgesetzes - Beendigung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts; Fortgeltung von Beschränkungenwenn - wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist und kein besonderer Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 bis 7 oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 bis 11 vorliegt.

Dieses steht so in Absatz 2 der eben genannten Norm.

2. und 3.
Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus. Das stimmt und steht am Ende des Absatzes 2 der oben genannten Vorschrift.

4. und 5.
Sie sollten also aller Voraussicht nach keine Probleme bekommen.
Wenn wider Erwarten doch, melden Sie sich hier bei mir.
Ansonsten klären Sie dieses unbedingt mit der Ausländerbehörde ab und beantragen Sie die Bescheinigung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2014 | 15:24

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!


Sie haben geschrieben:

Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers, der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat sowie die Niederlassungserlaubnis seines mit ihm in ehelicher Lebensgemeinschaft lebenden Ehegatten erlöschen nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7 des § 51 Aufenthaltsgesetzes - Beendigung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts; Fortgeltung von Beschränkungenwenn - wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist und kein besonderer Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 bis 7 oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 bis 11 vorliegt.


Mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet?

Was ist darunter zu verstehen? Trifft es auf mich zu?
- Ich bin zwar hier in Deutschland geboren und lebe seitdem hier, aber eine Niederlassungserlaubnis bzw. früher einen unbefristeten Aufenthaltstitel habe ich erst seit meiner Volljährigkeit bekommen, vorher befristete Aufenthaltstitel gehabt bis zur Volljährigkeit.


Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2014 | 06:00

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Bewertung und Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, davon gehe ich aus, denn rechtmäßig heißt, dass Sie sich fortwährend mit einem Aufenthaltstitel im Bundesgebiet aufgehalten haben.

Das war auch der ehemals befristete Aufenthalt von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.09.2014 | 15:07


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