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Ergänzungsfrage: Alleiniges Sorgerecht !!!


02.12.2014 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo ,

ich habe vor 2 Tagen wegen Sorgerecht hier Angefragt:

Zusammenfassung: Als Mutter eines nichtehelichen Kindes haben Sie per Gesetz bei Geburt die alleinige Sorge. Dies ergibt sich aus § 1626 a Abs. 3 BGB.

Vorgeschichte : Nach Langjährige Beziehung , Trennung habe ich einen neuen Mann kennenlernt und mich mit Ihm getroffen. Nach ca. 2 Monaten sind wir eigne Wege gegangen aber in der Zeit bin ich mit ihm Schwanger geworden :-) Soweit so gut .

Nach ca. 1,5 Monaten habe ich Ihm dem Erzeuger das auch erzählt , dass ich von Ihm Schwanger wurde aber nicht zurück kommen werde !
Und ab da fangen meine Probleme an , der versucht mich auf jede Art ( mit Bitten , Drohen, Beleidigen usw. ) zurück zur bekommen, mit Nachrichten ( SMS, Whatsapp, Mail ), per Telefon , kommt auch unangemeldet vorbei usw.
Verstärkt wurde als ich vorkurzen mit meinem damaligen Partner sich ausgesprochen habe und wir uns öfter sehen.
Und das läuft schon seit fast 3 Monaten , wo er keine Rücksicht nehmt auf das Kind oder mich . Das er jeden zweiten Tag Stress verursacht ist Ihm egal aber damit werde ich fertig.

Mein Anliegen :
- So hart es Klingt aber ich möchte / würde gerne alleinige Sorgerecht erhalte , da wir uns nicht mal 2 Monate zusammen waren und den Man fast nicht kenne oder von diese Seite kannte.

- da ich jedes Mal mit Ihm diskutieren und bitten muss wenn ich etwas für mein Kind beantrage , Kindergarten , Schule , Pass usw. ( Kenne das von eine Bekannt )

- Neue Partnerschaft : Erzeuger droht mir , dass er alles tut um das zur verhindern , auch durch das Sorgerecht

- Aber besser ist doch für ein Kind , dass Sie in eine intakte Familie aufwächst !!! Wird das auch berücksichtigt

- Welche Chancen gibt’s da

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn der Kindsvater das gemeinsame Sorgerecht für das Kind haben will, muss er das beim Familiengericht beantragen. Das Gericht stellt Ihnen dann diesen Antrag zu und Sie können innerhalb einer Frist dazu Stellung nehmen, § 155 a Abs. 2 FamFG.

In der Stellungnahme schildern Sie dann, dass Sie den Kindsvater kaum kennen und keine zwei Monate mit ihm zusammen waren. Außerdem, dass er Sie während der Schwangerschaft nur belästigt und bedroht hat. Das sind natürlich Gründe, die dafür sprechen, dass es keine vernünftige Elternebene gibt, die für das Kind förderlich wären. Unbeachtlich ist, dass ihr jetziger Lebensgefährte die Rolle des Vaters übernehmen kann.
Ihre Stellungnahme ist insofern wichtig, als sonst vermutet wird, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht, § 1626 a Abs. 3 BGB.

Folgende Gründe sind nämlich unbeachtlich:
- Wunsch der Mutter, sie wolle auch in Zukunft allein entscheiden,
- Einwand der Mutter, sie möchte keinen Kontakt zum Kindsvater
- Einwand, es bestehe keine Notwendigkeit, weil das Kind in einer (intakten) Familie aufwachsen kann.

Da Sie aber bereits jetzt massive Probleme mit dem Kindsvater haben, ist davon auszugehen, dass das Gericht Ihre Stellungnahme für so entscheidungserheblich hält, dass es dem Antrag des Kindsvaters nicht stattgeben wird.

Allerdings wird man ihm ein Umgangsrecht nicht verwehren können, § 1684 BGB. Er ist schließlich der leibliche Vater.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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